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21.01.2016

Augenzeugen Entflohener Sexualstraftäter konnte unbegleitet zum WC

Kölner Polizei wurde offenbar nicht direkt über die Flucht informiert.

Düsseldorf – Im Fall des entflohenen Sexualstraftäters Peter Breidenbach gibt es erhebliche Widersprüche zu den Umständen seiner Flucht gestern Nachmittag in einem Kölner Brauhaus. Augenzeugen berichteten dem WDR, der 58-jährige Mann sei beim Gang auf die Toilette allein gewesen. Seine beiden Bewacher seien später hektisch durch die Gaststätte gelaufen und hätten dem Personal erklärt, dass sie einen Mann auf der Toilette suchten.

Ein Sprecher des NRW-Justizministeriums hatte heute erklärt, der Straftäter sei in Begleitung eines der Justizbeamten zur Toilette gegangen.

Nach Recherchen des WDR ist auch die Kölner Polizei offenbar nicht direkt über die Flucht des Schwerverbrechers informiert worden. Erst rund eine halbe Stunde nach dem Vorfall seien Beamte in dem Brauhaus eingetroffen, berichteten Augenzeugen dem WDR weiter.

Der 58-jährige Peter Breidenbach hatte in den 80er Jahren mehrere Frauen brutal vergewaltigt und Raubüberfälle begangen. Deswegen hatte er neun Jahre in Haft gesessen. Seit 14 Jahren befindet er sich in Sicherungsverwahrung. Viermal pro Jahr hat er das Recht auf Ausgänge in Begleitung von Wachpersonal. In den vergangenen Jahren hatte sich Breidenbach laut Justizministerium bei acht Ausgängen unauffällig verhalten.

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