Marketing-Trick: Kindle “Bestseller” kostenlos

Mehr als die Hälfte der “meistverkauften” E-Books im Moment gratis.

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© Caleb Roenigk, crdotx / CC BY 2.0

New York – Um ihre Bücher am E-Book-Reader Kindle populär zu machen, greifen viele Verlage auf einen einfachen Trick zurück: Sie verschenken die Werke und schaffen es so in den Verkaufscharts nach ganz oben. So sei mehr als die Hälfte der “meistverkauften” E-Books im Moment gratis erhältlich, schreibt die New York Times. Neben älteren Werken, die nicht mehr unter Copyright stehen, sind darunter auch viele neue Bücher. So standen vor kurzem die Bücher “Cape Refuge” und “Southern Storm” von Terri Blackstock ganz oben die Charts. Beide Werke werden vom Verlag noch bis Ende des Monats kostenlos zur Verfügung gestellt.

Harte Preispolitik

Große Verlage wie Harlequin, Random House und Scholastic bieten Teile ihres Katalogs gratis bei Amazon, Barnes & Noble und anderen Händlern an. Der Gedanke ist, den Konsumenten neue Schriftsteller kostenlos vorzustellen, damit diese dann andere Bücher des Autors kaufen. Den Lesern eine Kostprobe zu geben, sei ein guter Weg, um sie davon zu überzeugen, mehr Bücher zu kaufen, so Suzanne Murphy von Scholastic Trade Publishing. Die kostenlosen Leseproben sind eine der Reaktionen der Verlage auf die harte Preispolitik bei E-Books.

Verschenk-Aktionen heftig umstritten

Nachdem Amazon und andere Anbieter 9,99 Dollar als Standardpreis für Neuerscheinungen und Bestseller festgelegt haben, befürchten die Verlage, dass die Leser bald nicht mehr bereit sind, die üblichen 25 Dollar für neue Hardcover-Bücher oder 13 Dollar für Taschenbücher auszugeben. Gerade in diesem Zusammenhang ist das Verschenken von Büchern jedoch heftig umstritten. “Zu einer Zeit, in der wir uns gegen den Preis von 9,99 Dollar für E-Books wehren, ist es unlogisch, Bücher gratis herzugeben”, so David Young von der Hachette Book Group. In eine ähnliche Kerbe schlägt ein Sprecher der Penguin Group USA: “Penguin hat nicht und wird auch nicht Bücher verschenken. Wir finden, dass der Wert des Buches dafür zu wichtig ist.”

© pte / newsburger.de - maa
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