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Euphorie im deutschen Team gedämpft

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19.02.2012

Felix Neureuther Euphorie im deutschen Team gedämpft

Skirennläufer mit erfolgreichem Wochenende – Höfl-Riesch siegt – Dopfer fährt auf Platz fünf.

Sotschi/Bansko – Dämpfer für Felix Neureuther, Motivationsschub für Maria Höfl-Riesch: Das Weltcup-Wochenende der beiden deutschen Vorzeige-Skirennläufer hätte kaum unterschiedlicher ausfallen können. Neureuther schied beim Slalom in aussichtsreicher Position aus und schaute noch Sekunden nach seinem Patzer voller Enttäuschung auf das Tor, an dem er gescheitert war. Höfl-Riesch gewann zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr ein Abfahrtsrennen und machte sich Mut für Olympia.

“Maria ist sensationell gefahren. Das war eine Überraschung für uns alle”, sagte Wolfgang Maier, Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes. Für Neureuther fand er allerdings bedauernde Worte: “Er hat eine super Chance aufs Podium verpasst. Es ist schade, dass sich Felix immer wieder selbst ein Bein stellt.”

Der Partenkirchener war beim Weltcup-Slalom im bulgarischen Bansko ausgeschieden, nachdem er im ersten Lauf noch auf Platz drei gelegen hatte. Doch im zweiten Durchgang fädelte er bereits am ersten Tor ein und war anschließend so bedient, dass er seinen Patzer nicht kommentieren wollte.

Es war ein passender Abschluss eines verkorksten Wochenendes, nachdem Neureuther Tags zuvor im Riesenslalom nicht über den 14. Platz hinaus gekommen war. “Wir bauen ihn jetzt alle wieder auf”, sagte Teamkollege Fritz Dopfer. Er selbst hatte allen Grund zum Jubeln. Der 24-Jährige fuhr auf Platz fünf. “Super – mein zweitbestes Slalom-Ergebnis überhaupt”, sagte Dopfer, der im Riesenslalom noch mit Platz 20 enttäuscht hatte. Strahlender Sieger des Wochenendes war der Österreicher Marcel Hirscher, der mit einem Doppelerfolg bis auf 18 Punkte an den Gesamtweltcup-Führenden Ivica Kostelic heranrückte.

Ähnlich gut lief es für Maria Höfl-Riesch. Nach ihrem Abfahrtserfolg und der Absage der Super-Kombiantion stieg die Partenkirchenerin zur alleinigen Siegerin des Rennwochenendes in Sotschi auf – ein Erfolg, mit dem sie selbst nicht gerechnet hatte.

“Ich hatte mir so wenig erwartet, nachdem es im Training nicht so gut lief. Im Ziel konnte ich es gar nicht fassen, dass der Vorsprung so groß war”, sagte Höfl-Riesch nach ihrem ersten Erfolg in der Abfahrt seit mehr als einem Jahr. Auf der Olympiastrecke von 2014 hatte sie Weltmeisterin Elisabeth Görgl um mehr als vier Zehntelsekunden auf Platz zwei verwiesen und auch ihre Freundin Lindsey Vonn hinter sich gelassen.

Die US-Amerikanerin sah in ihrem dritten Platz sogar einen Vorteil: “Das ist nicht so schlimm, vielleicht ist es sogar gut. So habe ich für Olympia weniger Druck.” Demnach ist der Druck auf Höfl-Riesch mächtig gestiegen. Doch die 27-Jährige sieht das anders. “Ich war eigentlich gar nicht so happy mit der Strecke und dann ausgerechnet jetzt der Sieg. Das gibt Mega-Selbstvertrauen für Olympia in zwei Jahren”, sagte sie der “Bild am Sonntag”.

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