Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Panorama - newsburger.de

Atomkraftwerk Fukushima

© Digital Globe / CC BY-SA 3.0

08.03.2016

Caritas Menschen in Fukushima noch jahrelang auf Hilfe angewiesen

Regierung bietet Betroffenen kaum Perspektiven.

Freiburg – Die Menschen in der japanischen Region Fukushima werden nach Einschätzung von Caritas international noch mindestens zehn Jahre auf Hilfe von außen angewiesen sein.

„Viele Städte und Dörfer sind massiv verstrahlt. Die offiziellen Programme zur Dekontamination haben daran kaum etwas geändert. Selbst wenn die Evakuierungsbeschlüsse für einige Gemeinden in Reaktornähe demnächst aufgehoben werden, wird aufgrund des hohen Gesundheitsrisikos nur ein kleiner Teil der Menschen zurückkehren“, sagt Oliver Müller, der Leiter des Hilfswerks des Deutschen Caritasverbandes, anlässlich des Jahrestags der Dreifach-Katastrophe von Erdbeben, Tsunami und dem Unfall am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im März 2011.

Caritas-Projekte in der Region werden fortgesetzt

„Die Regierung muss sich viel stärker auf die Schicksale der Betroffenen der Nuklearkatastrophe konzentrieren, ihnen neue Lebensperspektiven in einer anderen Umgebung bieten und sie sozial auffangen. Selbst wenn die technischen Arbeiten vorangehen. Es ist wenig realistisch, davon auszugehen, dass die verlassenen Orte jemals wieder so sein werden wie zuvor“, kritisiert Müller.

Die Zehntausende von Menschen, die bereits seit fünf Jahren in Containersiedlungen oder anderen provisorischen Unterkünften in der näheren Umgebung lebten und noch immer stark traumatisiert seien, dürften nicht vergessen werden, mahnt er. „Darum setzen wir unsere Hilfen für die besonders Betroffenen der Katastrophe fort“, betont Müller.

Caritas international hat seine lokalen Partner in Japan seit Beginn der Katastrophe mit fast sieben Millionen Euro unterstützt. Neben der akuten Nothilfe setzte Caritas international einen Fokus auf den Wiederaufbau sowie auf soziale Projekte in der Region. So wurden etwa Kindergärten und Behinderteneinrichtungen wieder errichtet. Weiterhin werden unter anderem Projekte zur Trauma-Bekämpfung unterstützt. Seit mehreren Jahren werden mit Hilfe von Caritas international zudem Sommerfreizeiten für Kinder aus der Fukushima-Präfektur in andere Landesteile organisiert.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen: Wir verzichten in der Regel komplett auf externe Werbung und deren Tracker, um Ihnen ein möglichst angenehmes und schnelles Lesevergnügen zu ermöglichen. Im Gegenzug können Sie können unsere Arbeit unterstützen, zum Beispiel über PayPal, per Flattr oder indem Sie diesen Artikel ganz einfach auf den folgenden Social Media Plattformen teilen. Dankeschön!
Google+

© newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/caritas-menschen-in-fukushima-noch-jahrelang-auf-hilfe-angewiesen-93196.html

Weitere Nachrichten

Lena Meyer-Landrut 2013

© Avda / CC BY-SA 3.0

Familienplanung Kinder sind für Lena Meyer-Landrut kein Plan B

Lena Meyer-Landrut, Sängerin und Gewinnerin des Eurovision Song Contests 2010, will eines Tages eine Familie haben. "Kinder sind für mich kein Plan B, ...

DITIB Merkez Moschee Duisburg

© -ani- / CC BY-SA 3.0

NRW Verfassungsschutz überprüft Ditib-Imame

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) lässt alle Imame der Türkisch-Islamischen Union Ditib, die in den Gefängnissen des Landes zur Betreuung von ...

Gefängnis Knast

© Beademung / gemeinfrei

Bericht Zahl islamistischer Gefährder steigt auf 523

Die Zahl potenzieller Terroristen unter Beobachtung deutscher Sicherheitsbehörden ist erneut gestiegen. "Im Moment zählen wir 523 Gefährder", sagte ...

Weitere Schlagzeilen