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Wirtschaftsweiser hält Optimismus für verfrüht

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10.02.2013

Euro-Krise Wirtschaftsweiser hält Optimismus für verfrüht

„Wir wissen noch nicht, wie wir aus der derzeitigen Krise kommen.“

Berlin – Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hält die Schuldenkrise in der Euro-Zone noch nicht für bewältigt. „Dass wir in der Euro-Krise das Schlimmste hinter uns haben, wage ich noch nicht zu sagen“, sagte der Regierungsberater der „Welt am Sonntag“. „Wir wissen noch nicht, wie wir aus der derzeitigen Krise kommen.“

Zwar gebe es aus den Krisenländern gute Nachrichten, betonte Franz. Die Politik habe in den vergangenen Monaten viel dafür getan, einen langfristigen stabilen Ordnungsrahmen für die Währungsunion zu errichten. Trotzdem sei die Situation weiterhin fragil. Franz verglich die aktuelle Situation mit einem Marathonlauf: „Wir haben sicher ein gutes Stück des Weges hinter uns, aber das letzte Stück ist immer das schwerste.“

Franz ist Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Ende Februar will der 69-Jährige beide Ämter aus Altersgründen niederlegen.

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