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Windräder

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01.03.2014

Windenergie-Ausbau EnBW-Chef kritisiert Beschränkungen

Die Pläne von Gabriel müssten „noch einmal überdacht“ werden.

Berlin – Frank Mastiaux, Chef des Energiekonzerns EnBW, kritisiert die vorgesehenen Beschränkungen beim Ausbau der Windenergie an Land. Die Pläne von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) müssten „noch einmal überdacht“ werden, sagte Mastiaux der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagsausgabe).

Gabriel will die Regeln im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zur Förderung der Windkraft so umbauen, dass in Süddeutschland künftig nur noch ein geringer Zubau die Folge wäre. Mastiaux hingegen betonte laut FR: „Es erhöht die Stabilität und Versorgungssicherheit, wenn der Ausbau von Windkraft gleichmäßiger über die ganze Bundesrepublik verteilt wird, auch wenn dann nicht alle Anlagen an den ertragreichsten Standorten an den Küsten stehen.“ Dazu gehöre, „mehr Anlagen in Baden-Württemberg zu installieren.“

Der Manager verteidigt zugleich das EEG. „Wenn man jetzt im Galopp die Pferde sprich: das Fördersystem wechselt, fängt die Lernkurve wieder von vorne an“, sagte Mastiaux in der „Frankfurter Rundschau“ und fügte hinzu: „Deshalb ist eine EEG-Reform aus meiner Sicht der pragmatischere Weg.“

Die Expertenkommission Forschung und Innovation, die die Bundesregierung berät, hat gefordert, das EEG komplett abzuschaffen, da es teuer sei und Innovationen nur in geringem Maß fördere.

Der EnBW-Chef bemängelt zudem die niedrigen Preise für Kohlendioxid-Zertifikate im EU-Emissionshandel. Die Folge sei, dass besonders umweltfreundliche Gaskraftwerke kaum am Netz seien, sagte er der „Frankfurter Rundschau“. Dafür liefen zum Beispiel Braunkohlekraftwerke auf Hochtouren.

Mastiaux fordert von der Bundesregierung, sich dafür einzusetzen, „dass der Emissionshandel wiederbelebt wird“. Um die Preise für die Verschmutzungsrechte zu erhöhen, müssten deutlich mehr Zertifikate aus dem Handel genommen werden als die kürzlich beschlossenen 900 Millionen. „Sonst haben Gaskraftwerke geringe Chancen“, sagte Mastiaux der Zeitung zufolge.

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