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Trauer in Hellabrunn: Elefantenbaby Lola tot

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22.01.2012

Tiere Trauer in Hellabrunn: Elefantenbaby Lola tot

Kalb starb während Vorbereitung für Operation an riesiger Embolie.

München – Trauer im Münchner Tierpark Hellabrunn: Kurz vor der lebensrettende Operation ist am Samstag Elefantenbaby Lola gestorben. Die mehrstündige Operation im eigentlich für Menschen gedachten Universitätsklinikum Großhadern galt als einzige Chance für das Tier, das mit einem schweren Herzfehler geboren worden war. Das Kalb erlag während nach Zooangaben einer Lungenembolie

“Nach dem Ergebnis der Pathologie muss man sagen, dass es ein Wunder ist, wie lange die Kleine gelebt hat”, sagte Zoodirektor und Tierarzt Andreas Knieriem. “Die Gefäße waren so verstopft, dass kein Blut mehr durch die Lunge fließen konnte.” Der Befund sei so gravierend gewesen, dass die Ärzte das dreimonatige Elefantenkalb eingeschläfert hätten, wenn es nicht von alleine gestorben wäre, erklärte der Tierpark.

“Wir sind alle sehr traurig, dass wir Lola nicht helfen konnten”, erklärte Knieriem. Der einzige Trost sei, “dass wir alles versucht haben, um das Leben des Elefantenbabys zu retten”. Nach Angaben des Zoos wäre der geplante Eingriff die wohl erste Herzoperation bei einem Elefanten gewesen.

Erste Symptome im Dezember

Die ersten Krankheitssymptome bei Lola waren im Dezember aufgetreten. Zunächst glaubten die Hellabrunner Tiermediziner, sie habe nur eine Erkältung. Doch trotz Antibiotika verschwanden die Symptome nicht. Die zierliche Lola war kurzatmig, wirkte müde und schlapp. Dann musste das Tier zahlreiche Untersuchungen über sich ergeben lassen.

Schließlich entschied man sich vergangene Woche für die Operation. “Lola zeigt, obwohl es ihr schlecht geht, immer noch einen Lebenswillen. Deshalb wollen wir sie weder einschläfern noch dabei zusehen, wie sie stirbt”, erklärt Zoodirektor Knieriem damals. Ohne eine Operation hätte das Tier nach Ansicht von Experten keine Überlebenschance gehabt.

Am Samstag wurde sie schließlich am Samstag nach Großhadern gebracht, wo zunächst eine Computertomographie des Herzens gemacht werden sollte. Lola wurde in Narkose versetzt. Obwohl der Kreislauf anfangs stabil war, starb das Kalb noch während der CT-Aufnahmen – trotz intensiver Wiederbelebungsversuche um 11.25 Uhr.

Die Herde blieb am Sonntag im Stall

Noch am Samstag wurde das tote Elefantenbaby zur Hellabrunner Herde zurückgebracht. Mutter Panang habe sich so in Ruhe von ihrem Baby verabschieden können, erklärte der Zoo. Anschließend hätten auch die anderen Herdenmitglieder sanft den leblosen Körper mit ihren Rüsseln berührt und Abschied genommen.

Erst im Juni 2010 hatte der Tierpark Hellabrunn den Tod eines Elefantenbabys zu betrauern. Damals mussten die Mediziner die sechs Monate alte Jamuna Toni einschläfern, nachdem sich ihr Gesundheitszustand plötzlich dramatisch verschlechtert hatte. Bei der Obduktion wurden zahlreiche Knochenbrüche festgestellt. Die Mediziner vermuteten eine stoffwechselbedingte Knochenerkrankung.

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