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Signalleuchten der Deutschen Bahn

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17.04.2015

Tarifstreit Bahn bezeichnet Streikankündigung als „unverständlich“

„Das ist überhaupt nicht zu verstehen.“

Berlin – Die Deutsche Bahn hat die Reaktion der GDL nach den zweitägigen Tarifverhandlungen als völlig unverständlich bezeichnet. „Das ist überhaupt nicht zu verstehen und entspricht in keinster Weise dem Verhandlungsstand“, sagte DB-Personalvorstand Ulrich Weber. Für den 27. und 29. April waren zudem weitere Verhandlungstermine vereinbart, um über Geld und Arbeitszeiten zu sprechen.

Nach Angaben der Bahn hatten DB und GDL zuvor weitgehend Einvernehmen über die Abbildung der relevanten Berufsgruppen in Flächen- und Haustarifverträgen erzielt. „Wir sind einen Meter vor der Ziellinie und haben ein Paket mit Lösungen und guten Vorschlägen auf dem Tisch. Das Verhalten der GDL-Spitze ist angesichts des Verhandlungsstandes unerklärlich. Soweit waren wir noch nie“, so Weber.

In der zweitägigen Verhandlung stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Tätigkeiten Zugbegleiter/Bordgastronomen, Lokrangierführer sowie Disponenten und Ausbilder in der künftigen Tarifstruktur abgebildet werden. Bei den Tätigkeiten Zugbegleiter/Bordgastronomen, Ausbilder und Disponenten sind sich DB und GDL nach Angaben der Bahn auch einig geworden. Auch zu der Gruppe der Lokrangierführer gab es angeblich ein grundsätzliches Einvernehmen, wie die Tätigkeit von rund 3.100 Lokrangierführern im Tarifwerk abgebildet werden kann.

Doch irgendwas muss der GDL doch nicht gefallen haben. GDL-Chef Claus Weselsky sagte am Freitag nach den Verhandlungen mit der Bahn, die Gespräche seien „gescheitert“. Man werde nun zeitnah den nächsten Arbeitskampf organisieren. Der genaue Termin und die Dauer der Streiks sollten „rechtzeitig“ mitgeteilt werden.

Die Fahrgastvereinigung „Pro Bahn“ übte am Abend heftige Kritik an der erneuten Streikandrohung durch die GDL. „So langsam haben die Fahrgäste kein Verständnis mehr“, sagte Vorstandsmitglied Karl-Peter Naumann dem Tagesspiegel (Samstagausgabe). „Mit solchen Aktionen schadet GDL-Chef Weselsky den Gewerkschaften mehr als er den Arbeitnehmern nutzt“.

Der Chef der Lokführergewerkschaft stehe unter erheblichem Druck, eine Tarifeinigung mit der Bahn noch vor der Verabschiedung des Tarifeinheitsgesetzes durchzusetzen. „Das ist seine letzte Chance“, sagte Naumann.

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