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"Gegen Miete"-Graffiti an einer Hauswand in Berlin-Neukölln

© über dts Nachrichtenagentur

26.10.2014

Studie Preise bei Neuvermietungen um bis zu 40 Prozent gestiegen

„Die Wohnungsmärkte sind in vielen Städten aus den Fugen geraten.“

Berlin – Die Preise bei Neuvermietungen in Deutschland sind in den letzten fünf Jahren deutlich gestiegen. Das geht aus einer Untersuchung des Immobilienportals „ImmobilienScout24“ hervor, die „Bild am Sonntag“ in Auszügen vorliegt.

Laut der Untersuchung sind die durchschnittlichen Kaltmieten bei Neuvermietungen vor allem in mittelgroßen Städten wie Wolfsburg (40,7 Prozent), Ingolstadt (28,9 Prozent) und Kassel (28,8 Prozent) deutlich gestiegen. Von den Metropolen hat nur Berlin (30,8 Prozent) mit einem heftigen Preisanstieg zu kämpfen.

Michael Kiefer, Chefanalyst bei ImmobilienScout24 sagte der Zeitung: „Die Mieten steigen vor allem in attraktiven oder wirtschaftsstarken Städten, wo die Preise über Jahre noch moderat waren.“ Das treffe etwa auf Automobilstandorte wie Wolfsburg und Ingolstadt sowie Universitätsstädte zu, aber auch auf Berlin.

Am geringsten fiel die Steigerung in Nordrhein-Westfalen aus. Wuppertal (4 Prozent), Hagen (4,3 Prozent) und Remscheid (4,7 Prozent) sind die Städte mit den kleinsten Steigerungsraten. Die höchste Durchschnittspreis pro Quadratmeter bei Neuvermietungen wurde mit 13,01 Euro in München, der niedrigste in Chemmitz (5,05 Euro) verlangt.

Der Deutsche Mieterbund (DMB) sieht das als Beleg für die Notwendigkeit der Mietpreisbremse. DMB-Präsident Franz-Georg Rips sagte „Bild am Sonntag“: „Die Wohnungsmärkte sind in vielen Städten aus den Fugen geraten. Deshalb muss die Mietpreisbremse so schnell wie möglich kommen.“

Das sieht Rolf Kornemann, Präsident des Eigentümerverbandes Haus & Grund, anders: „Der Höhepunkt der Mietsteigerungen in den einzelnen Regionen ist erreicht. Für 2014 lassen die jüngsten Zahlen real sinkende Mieten auch in den Ballungszentren wie etwa Hamburg erwarten.“

Für die Untersuchung wertete ImmobilienScout24 über zwei Millionen Datensätze aus. Die Untersuchung wird am Mittwoch in Berlin vorgestellt.

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