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10.03.2016

Studie Energiewende schadet dem Klimaschutz

„Die Energiewende soll vornehmlich bestimmte Technologien fördern.“

Düsseldorf – Deutschland verfehlt laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) die Mehrzahl seiner selbst gesteckten Ziele bei der Energiewende, darunter vor allem das Klimaschutzziel. Die Studie mit dem Titel „Fünf Jahre nach Fukushima. Eine Zwischenbilanz der Energiewende“ liegt der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe) vor. Sie soll am Freitag veröffentlicht werden.

Demnach erreicht Deutschland einzig sein Ausbauziel für die erneuerbaren Energien, bei der Stromkostenentwicklung und beim Klimaschutz ist es dagegen weit von seinen selbst gesteckten Zielen entfernt. Das Ziel des Ökostrom-Ausbaus werde sogar übererfüllt. Die Bundesregierung wollte den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2020 auf 35 Prozent steigern. Für 2015 wäre ein Zuwachs auf einen Anteil von 27,9 Prozent nötig gewesen. Tatsächlich lag der Ökostrom-Anteil 2015 aber bereits bei 32,6 Prozent, so das Institut.

Besonders eklatant sei dagegen die Zielverfehlung beim Klimaschutz. Bis 2020 wollte die Regierung die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent senken. Demnach hätte bei der Stromerzeugung der CO2-Ausstoß zwischen 2000 und 2014 bereits um 24,3 Prozent sinken müssen. Tatsächlich konnte die Branche den Ausstoß aber nur um 5,8 Prozent reduzieren.

„Das angestrebte Ziel wird damit um 76 Prozent unterschritten“, so das Kölner Institut. „Die Energiewende soll vornehmlich bestimmte Technologien fördern und dient nicht dem kurzfristigen Klimaschutz“, resümiert das Institut.

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