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NSN bleibt in München

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14.04.2012

Nokia Siemens Networks NSN bleibt in München

Wirtschaftsminister Zeil begrüßt Entscheidung der Mitarbeiter für Transfergesellschaft.

München – Erleichterung bei den NSN-Mitarbeitern und in der Politik: Nokia Siemens Networks (NSN) bleibt in München. Wie das Unternehmen mitteilte, stimmte eine klare Mehrheit der von der Umstrukturierung betroffenen Mitarbeiter dem Wechsel in eine Transfergesellschaft zu. Dies war – wie mit der IG Metall ausgehandelt – Voraussetzung für den Erhalt des Standorts in der bayerischen Landeshauptstadt. Damit werden rund 2.000 Mitarbeiter in neu gegründeten NSN-Gesellschaften in München bleiben.

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) begrüßte die Entscheidung der Beschäftigten für eine Transfergesellschaft. Die Mehrheitsentscheidung der betroffenen Mitarbeiter sei eine „gute Entscheidung, über die ich mich sehr freue“, sagte Zeil am Samstag in München. Somit sei der Weg frei für den Standorterhalt von NSN in München als Hauptsitz.

Zeil unterstrich, NSN habe in München eine Zukunft. Die Landesregierung stehe weiterhin als Partner an der Seite von Unternehmen und Mitarbeitern. Er appellierte zugleich an die Geschäftsführung, mit der Solidarentscheidung der Mitarbeiter „sorgfältig umzugehen“. Die Transfergesellschaft sollte die Arbeit umgehend aufnehmen und alle Mitarbeiter „so gut und so schnell wie möglich“ bei der Arbeitsvermittlung unterstützen.

NSN hatte angekündigt, in Deutschland knapp 3.000 von 9.100 Stellen zu streichen. In München, dem größten Standort, sind rund 3.600 Menschen beschäftigt. Etwa 1.450 von ihnen sollten gemäß dem Umstrukturierungsplan in die Transfergesellschaft wechseln, 150 Mitarbeiter in Altersteilzeit gehen. Die genaue Zahl der Mitarbeiter, die ihre Zustimmung zum Wechsel in die Transfergesellschaft gegeben haben, wird laut NSN am Mittwoch (18. April) vorliegen.

Die Transfergesellschaft soll laut IG Metall mindestens zwei Jahre bestehen. Die Beschäftigten, die dorthin wechseln, erhalten Hilfen bei der Vermittlung in einen neuen Arbeitsplatz. Außerdem sollen sie eine Abfindung von bis zu zwölf Monatsgehältern bekommen.

Die Finanzierung einer Transfergesellschaft für die bundesweit über 11.000 Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker war Ende März am Widerstand Zeils und der bayerischen FDP gescheitert. Das Veto der Liberalen hatte zu einem Streit in der schwarz-gelben Landesregierung geführt und bundesweit Kritik hervorgerufen.

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