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ADAC

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09.05.2019

Bericht ADAC schreibt trotz Mitgliederrekord Verluste

„Der Verein muss wirtschaftlicher werden.“

München – Der ADAC gewinnt Monat für Monat immer mehr Mitglieder, schreibt aber dennoch Verluste. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagsausgabe). Ende April waren es demnach 20,84 Millionen Mitglieder und damit mehr als in der Evangelischen Kirche. Aber jedes neue Mitglied sorgt für einen negativen Deckungsbeitrag von 3,80 Euro, wie ADAC-Präsident August Markl der FAZ sagte.

Weil die Hilfeleistungen, darunter vor allem die Pannenhilfe, allein im vergangen Jahr 634,5 Millionen Euro verschlungen haben und andere Kosten nach oben schnellten, reichten die letztmalig im Jahr 2014 angehobenen Mitgliedsbeiträge von 813,7 Millionen Euro nicht aus: „Der Verein muss wirtschaftlicher werden. Das ist unbestritten. Daran arbeiten wir intensiv, indem wir sinnvoll sparen und in neue digitale Leistungen oder Mitgliedschaftsmodelle investieren“, sagte Markl und versprach: „In diesem Jahr bleiben die Beiträge auf jeden Fall stabil.“

Rund 78 Millionen Euro beträgt die Unterdeckung im vergangenen Jahr. Seit einem Jahr wird beim ADAC kräftig gespart, 220 Stellen wurden gestrichen bei nur einer einzigen betriebsbedingten Kündigung. Doch auch zum Ende dieses Jahres wird ein sattes Minus erwartet. „Das Zukunftsprogramm soll im Jahr 2020 für eine schwarze Null im Verein sorgen“, kündigte Markl an. Eine Reduzierung der Leistung, etwa Einsparungen bei den 1.737 Straßenwachtfahrern, solle es nicht geben: „Wir sparen nicht am Mitglied.“

Markl muss seinen Kurs am Samstag vor rund 200 Delegierten auf der Hauptversammlung am Nürburgring verteidigen. Es gibt Streit in den eigenen Reihen: Fünf von 18 Regionalklubs haben den Verwaltungsrat verklagt, weil sie sich nicht an der Steuerrückzahlung beteiligen wollen. Jedes Jahr muss der ADAC 32 Millionen Euro Versicherungssteuer zahlen, die der Fiskus auf die Pannenhilfe erhebt. Die Zentrale und 13 Regionalklubs wollten die Steuern wie die Mitgliedsbeiträge untereinander im Verhältnis zwei Drittel/ein Drittel aufteilen. Aber die Klubs Nordrhein, Westfalen, Saarland, Nordbaden und Sachsen wehren sich.

„Es gibt einen gültigen Gremienbeschluss, daran halten wir uns“, sagte Markl. „Neben vielen Gesprächsangeboten sind wir den Regionalklubs auch mit einem Kompromiss entgegengekommen, indem sie sich nur noch mit der Hälfte ihres Anteils beteiligen müssen. Es ist schade, dass fünf Regionalclubs dennoch aus der Solidargemeinschaft ADAC ausgeschert sind.“

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