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Francois Zimeray Ukraine

© François Zimeray / CC BY-SA 3.0

14.02.2015

Dänemark Ein Toter und mehrere Verletzte bei Schießerei in Kopenhagen

Die Identität des Toten sei noch unklar.

Kopenhagen – Terroralarm in Kopenhagen: Bei einer Schießerei auf einer Konferenz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen am Samstag ist nach Polizeiangaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Mehrere Personen seien verletzt worden, darunter drei Polizisten. Die Identität des Toten sei noch unklar.

Nach dem blutigen Anschlag auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris, bei dem im Januar zwölf Menschen getötet worden waren, lösten die Schüsse in Kopenhagen Panik aus. Zeitweise herrscht Chaos im Umfeld des Tatortes.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff Vilks galt. Auf den Zeichner war 2007 im Internet von einem Al-Kaida-Ableger im Irak ein Kopfgeld von 150 000 Dollar ausgesetzt worden. Der schwedische Künstler hatte eine Zeichnung mit dem Propheten Mohammed als Hund ausgestellt und war schon mehrfach Ziel von Anschlägen.

Die dänische Regierung sprach von einem Terrorakt. „Alles deutet darauf hin, dass die Schüsse eine politisch motivierte Attacke darstellen und deswegen ein Akt des Terrorismus sind“, sagte Dänemarks Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sprach in Peru von einem terroristischen Akt, die dänische Polizei zunächst von einer „möglichen Terrorattacke“.

Es werde nach zwei Tätern gefahndet, die von außen auf das Gebäude gefeuert haben sollen. In den Fenstern des Hauses waren zahlreiche Einschusslöcher zu sehen. Die Angreifer sollen mit einem VW Polo geflüchtet sein. An den Hauptausfallstraßen Kopenhagens wurden Straßensperren errichtet. Die Kontrollen an den Landesgrenzen wurden erheblich verschärft, hieß es.

An der Fahndung ist auch die deutsche Bundespolizei beteiligt, wie ein Sprecher am Samstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die dänischen Sicherheitsbehörden hätten um diese Unterstützung gebeten. Es gehe um verstärkte Kontrollen und Fahndungsmaßnahmen im Grenzraum zwischen Deutschland und Dänemark.

An der Konferenz, bei der es um das Thema Islam gegangen sei, habe auch der französische Botschafter François Zimeray teilgenommen. Über den Kurznachrichtendienst Twitter teilte Zimeray mit, er sei „noch am Leben“.

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© dpa, dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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