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27.08.2010

Importpreise deutlich gestiegen

Wiesbaden – Der Index der Einfuhrpreise lag im Juli 2010 um 9,9 Prozent über dem Stand vom Juli 2009. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Dies war die höchste Jahresteuerungsrate seit November 2000 (+ 10,6 Prozent gegenüber November 1999). Der Preisanstieg im Juli 2010 ist vor allem auf die höheren Energiepreise zurückzuführen, die um 30,4 Prozent gegenüber Juli 2009 gestiegen waren. Rohöl verteuerte sich gegenüber Juli 2009 um 35,4 Prozent und Mineralölerzeugnisse um 27,5 Prozent. Die Preise für Erdgas waren im Juli 2010 um 29,0 Prozent höher als im Vorjahr. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Juli 2010 um 7,5 Prozent über dem Stand von Juli 2009.

Bei den Rohstoffen war Eisenerz um 65,4 Prozent, Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen um 30,0 Prozent, Nicht-Eisen-Metallerze um 34,0 Prozent, Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug um 30,4 Prozent, das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel um 44,6 Prozen, Rohkupfer um 41,9 Prozent und Rohaluminium um 17,7 Prozent teurer als im Juli 2009.

Im Nahrungsmittelsektor stieg der Preis für Rohkaffee um 37,1 Prozent, die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse um 15,4 Prozent. Getreide war im Vorjahresvergleich um 18,5 Prozent teurer, darunter Weizen um 14,3 Prozent. Der Index der Ausfuhrpreise erhöhte sich im Juli 2010 im Vergleich zum Juli 2009 um 4,1 Prozent. Dies war die höchste Jahresteuerungsrate seit Juni 1982 (+ 4,3 Prozent gegenüber Juni 1981).

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