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09.05.2014

Höhere Strafzuschläge Steuerberater erwarten Anstieg der Selbstanzeigen

„Ein Zuschlag bis zu 20% wird einen Schub an Selbstanzeigen auslösen.“

Berlin – Nach der Einigung der Finanzminister auf höhere Strafzuschläge für reuige Steuersünder erwarten die Steuerberater einen Anstieg der Selbstanzeigen. „Ein Zuschlag bis zu 20 Prozent wird einen Schub an Selbstanzeigen auslösen“, sagte Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes, Harald Elster, der F.A.Z.

Seit Bekanntwerden der geplanten Verschärfung gebe es verstärkt Anfragen von Mandaten, was man tun sollte, um alles aufzudecken. Zum Jahreswechsel soll die Verschärfung der Regeln für die strafbefreiende Selbstanzeige in Kraft treten. „Danach werden die Selbstanzeigen einbrechen“, prognostiziert Elster.

Wer Steuern zwischen 25.000 und 100.000 Euro hinterzogen hat und das dem Finanzamt offenbart, muss künftig einen Zuschlag von zehn Prozent zahlen. Bei einem Hinterziehungsbetrag zwischen 100.000 und einer Million Euro wird ein Strafzuschlag von 15 Prozent fällig. Bei noch höheren Beträgen wird ein Aufschlag von 20 Prozent verlangt.

Hinzukommen wie bisher Verzugszinsen von sechs Prozent je Jahr. In der Spitze sind künftig bis zu 90 Prozent der einst hinterzogenen Einkünfte an den Fiskus abzuführen, um ein Strafverfahren abzuwenden.

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