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Griechische Extremisten verschicken mehrere Paketbomben

Athen – In der griechischen Hauptstadt Athen sind am Dienstag bereits den zweiten Tag infolge mehrere Paketbomben aufgetaucht. Zwei Sprengsätze explodierten vor den Botschaften der Schweiz und Russlands, aufgrund der geringen Sprengkraft wurde bei den Detonationen jedoch niemand verletzt. Drei weitere verdächtige Pakete wurden in der bulgarischen Botschaft, vor dem Parlament und bei einem Paketdienst von der Polizei zur Explosion gebracht. Ein Päckchen für die deutsche Botschaft konnte abgefangen werden.

Griechische Extremisten stecken offenbar auch hinter dem Sprengstoff-Päckchen, das am Dienstagmittag im Bundeskanzleramt in Berlin für Aufregung gesorgt hat. Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière war das Paket vor zwei Tagen aus Griechenland abgeschickt worden. Es habe zudem die gleiche Bauart und die gleiche äußere Erscheinung wie das Päckchen, das an die schweizerische Botschaft in Athen geschickt worden war.

Das Paket war bei der regulären Postkontrolle in der Pressestelle des Kanzleramts aufgefallen und konnte von Beamten des Landeskriminalamtes unschädlich gemacht werden. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert hätten bei einer Detonation Personen verletzt werden können. Bundeskanzlerin Angela Merkel, für die das Päckchen bestimmt war, hatte sich zum Zeitpunkt des Auffindens jedoch nicht in Berlin, sondern in Belgien aufgehalten.

Bereits am Montag waren in der griechischen Hauptstadt vier Paketbomben gefunden worden, eine davon war an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy adressiert. Die griechische Polizei hat schon zwei Verdächtige in Haft. Einer der Tatverdächtigen ist als Mitglied der linksextremistischen Gruppierung „Verschwörung der Zellen des Feuers“ bekannt, die seit 2008 mehrere Sprengstoffanschläge in Griechenland verübt hat.

02.11.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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