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Euromünze

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10.02.2015

Griechenland-Krise Wirtschaftsforscher warnt vor Ende der Eurozone

„Der Euroraum läuft auf einen Konflikt mit ungeheurer Sprengkraft zu.“

Berlin – Der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung, Gustav Horn, hat vor einem Ende der Eurozone in ihrer bisherigen Form am Ende gewarnt.

„Der Euroraum läuft auf einen Konflikt mit ungeheurer Sprengkraft zu“, sagte Horn dem „Handelsblatt“ (Onlineausgabe). Mache Griechenland seine Drohung wahr, beende den Sparkurs und stelle die Bedienung seiner Schulden ein, müsse der Rest des Euroraums Farbe bekennen.

„Bleibt er bei seiner bisherigen wirtschaftspolitischen Linie, dass nur eine Kombination aus Sparpolitik, strukturellen Reformen zu Lasten der Arbeitnehmer und eine pünktliche Bedienung der Schulden wirtschaftliche Genesung verspricht, ist der Euroraum in seiner bisherigen Gestalt am Ende“, so Horn. Die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland einen Zahlungsausfall erleide, betrage dann „exakt 100 Prozent“.

Gefragt sei daher „Kompromissfähigkeit“, sagte Horn weiter. Die griechische Regierung müsse dabei wissen, dass sie nicht alles haben könne. „Mehr ausgeben und gleichzeitig die Schulden nicht mehr bedienen, ist eine Zumutung für den europäischen Steuerzahler“, betonte der IMK-Chef.

Aber auch die übrigen Regierungen müssten erkennen, dass ihre bisherige Politikstrategie gescheitert sei. „Insbesondere der überharte Sparkurs hat zur Verarmung der Krisenländer geführt und nicht zu deren Aufschwung“, konstatiert Horn.

„Daher läge es nahe, Griechenland mehr Spielraum bei den Staatsausgaben zu geben und gleichzeitig auf der vereinbarten Bedienung der Schulden zu bestehen.“ Ersteres belebe die griechische Wirtschaft und mache daher den vereinbarten Schuldendienst erst möglich. „Ohne Kurskorrektur in der Finanzpolitik wird hingegen ein Schuldenschnitt unvermeidlich“, ist der Ökonom überzeugt.

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