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Griechisches Parlament

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24.05.2015

Griechenland-Krise Athens Geldgebern drohen Verluste durch mangelnde Reformen

Ein echter Schuldenverzicht müsse her.

Brüssel – Europas Geldgeber müssen in Athen deutlich härtere Reformen durchsetzen als von den Griechen bislang angekündigt: Ansonsten drohen ihnen herbe finanzielle Verluste.

„Wenn das Wirtschaftswachstum wegen der mangelnden Reformpolitik einen Prozentpunkt pro Jahr niedriger ausfällt als von der Troika erwartet, und der Haushaltsüberschuss vor Abzug der Schuldzinsen mit 1,5 Prozent pro Jahr gut drei Prozentpunkte unter den Prognosen liegt, dann müssten die Europäer auf einen erheblichen Teil ihrer Forderungen an Athen verzichten – zumindest, wenn der Internationale Währungsfonds (IWF) bei der Griechenlandhilfe auch künftig mitmachen soll“, hieß es in Brüsseler Verhandlungskreisen gegenüber der „Welt am Sonntag“.

Mit einer Verlängerung von Laufzeiten und niedrigeren Zinsen für Griechenlands Hilfskredite sei es nicht getan. Ein echter Schuldenverzicht müsse her. Laut einer Überschlagsrechnung der Berenberg Bank für die „Welt am Sonntag“ müssten die Gläubiger Athen ein höheren zweistelligen Milliardenbetrag seiner Staatsschulden erlassen, um die vom IWF geforderte Schuldentragfähigkeit im Jahr 2020 zu erzielen.

„Bleibt das Wachstum jährlich um einen Prozentpunkt und der Primärüberschuss um drei Prozentpunkte hinter den Zielen zurück, akkumuliert sich über fünf Jahre ein Fehlbetrag von knapp 40 Milliarden Euro“, sagte Christian Schulz, Ökonom bei der Berenberg Bank.

Der Währungsfonds hatte immer gefordert, der Schuldenstand Athens dürfe im Jahr 2020 nicht mehr als 120 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung betragen. Andernfalls könne er Griechenland nicht weiter unterstützen.

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