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Peter Bofinger

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14.01.2016

Wirtschaftsweiser Geringer Ölpreis sei „riesiges Konjunkturprogramm“

Auch die Flüchtlingshilfe wirke wie ein „kleines staatliches Nachfrageprogramm“.

Düsseldorf – Der geringe Ölpreis bedeutet nach Einschätzung des Wirtschaftsweisen Peter Bofinger ein „riesiges Konjunkturprogramm“ für die deutsche Wirtschaft. „Der extrem niedrige Ölpreis wirkt wie ein riesiges Konjunkturprogramm für Deutschland, weil die Menschen dadurch mehr Geld für andere Ausgaben in der Tasche haben“, sagte Bofinger der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).

Bofinger wies Zweifel an einer weiterhin robusten Konjunktur zurück. „Die deutsche Wirtschaft wird auch 2016 weiter recht kräftig mit etwa 1,6 Prozent wachsen“, sagte Bofinger. „Die Chancen, dass die Konjunktur 2016 noch besser laufen wird, sind sogar größer, als dass sie schlechter läuft“, sagte das Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR).

Die Weltwirtschaft werde durch den niedrigen Ölpreis kaum beeinträchtigt. „Wir müssen zwischen rohstoffexportierenden Schwellenländern, die der geringe Ölpreis stark trifft, und den prosperierenden Industrieländern USA und in Europa unterscheiden, die stimuliert werden“, sagte Bofinger.

Auch die Flüchtlingshilfe wirke wie ein „kleines staatliches Nachfrageprogramm“, so Bofinger. Die China-Schwäche sei in den Wachstumszahlen für Deutschland „schon eingepreist“.

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