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Reisende am Bahnhof

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11.08.2013

Deutsche Bahn Neue Störungen wegen veralteter Stellwerke

Stellwerke aus der Kaiserzeit.

Berlin – Personalausfälle in Stellwerken, die seit der vorigen Woche den Zugverkehr im Mainzer Hauptbahnhof weitgehend lahmlegen, könnten auch andernorts zu empfindlichen Störungen des Schienenverkehrs führen: Wie in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt ist in den meisten Bahnhofsstellwerken die Technik veraltet und personalintensiv.

Knapp 3.000 Weichen-Schaltzentralen der Deutschen Bahn werden immer noch weitgehend mechanisch betrieben, wie der „Spiegel“ berichtet. Die Anlagen, meist mehrere pro Bahnhof, sind oft 40 Jahre und älter. An wenig befahrenen Strecken stammen sie mitunter sogar noch aus der Kaiserzeit. Lediglich 415 Stellwerke, die ein Drittel des Schienenverkehrs in Deutschland regeln, werden computergesteuert.

Die betagte Technik ist zwar zuverlässig, benötigt aber mehr Personal als die elektronischen Stellwerke. Nach Angaben der Eisenbahn-Gewerkschaft EVG fehlen derzeit 1.000 Stellen. Außerdem schieben die 12.000 Fahrdienstleiter der Bahn rund eine Million Überstunden vor sich her.

Die Personaldecke sei extrem dünn, sagt ein EVG-Sprecher. Da müssten nur wie in Mainz Fahrdienstleiter wegen Krankheit und Urlaub ausfallen, „dann bricht das Kartenhaus zusammen“. Ein Bahn-Sprecher wies die Vorwürfe zurück.

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