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Gasofen

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29.04.2015

Bericht Neue Leitung soll russisches Erdgas nach NRW bringen

„Ein neues Gasmarktdesign ohne Russland ist für mich nicht realistisch.“

Düsseldorf – Der deutsche Gastransporteur Thyssengas plant laut eines Berichts des „Handelsblatts“ (Donnerstagsausgabe) eine neue Leitung, die russisches Gas besser in den Westen Deutschlands verteilen soll.

Mit der etwa 100 Kilometer langen Pipeline soll Gas aus dem Gasspeicher im niedersächsischen Rehden, an dem der russische Gasriese Gazprom beteiligt ist, in den eigenen Speicher im westfälischen Epe transportiert werden, wie das Unternehmen der Zeitung zufolge bestätigte. Der Speicher in Rehden wird vor allem mit Gas aus der Ostseepipeline befüllt.

Die neue Leitung dürfte gut 200 Millionen Euro kosten, schreibt das „Handelsblatt“. Thyssengas habe bereits Gespräche mit potenziellen Partnern aufgenommen.

Europa versucht derzeit, unabhängiger von russischem Gas zu werden. Thyssengas-Chef Axel Botzenhardt sieht in den Plänen jedoch einen Beitrag zur Versorgungssicherheit. In der Rheinschiene, die Thyssengas beliefert, werde aktuell vor allem niederländisches Gas, so genanntes L-Gas, verbraucht, dessen Förderung aber spätestens ab 2020 rasant abnehmen wird.

„Ein neues Gasmarktdesign ohne Russland ist für mich nicht realistisch, wenn die dann fehlenden mehr als 30 Milliarden Kubikmeter L-Gas kompensiert werden müssen“, sagte Botzenhardt.

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