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Reisender an einem Fahrkartenautomaten der Bahn

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29.09.2013

Bericht Fahrgast-Urteil könnte Bahn-Tickets teurer machen

Ausweitung des Urteils auf Fluglinien spätestens 2015.

Berlin – Die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg könnte die Bahn einen ordentlichen zweistelligen Millionenbetrag kosten und Bahn-Tickets teurer machen. Die Richter hatten vergangene Woche verkündet, dass Bahnreisende auch dann einen Teil ihres Fahrgelds erstattet bekommen, wenn höhere Gewalt wie Unwetter oder Streiks für Verspätungen verantwortlich sind.

Im vergangenen Jahr gingen bei der Bahn rund 900.000 Anträge auf Erstattung eines Tickets ein, was das Unternehmen eine mittlere zweistellige Millionensumme kostete, wie der „Spiegel“ berichtet. Durch das Urteil dürfte sich die Zahl der Anträge und damit die Kosten, je nach Wetterentwicklung, „nicht ganz verdoppeln“, heißt es laut dem Nachrichten-Magazin bei der Bahn.

Einen Vorgeschmack auf die Auswirkungen des Urteils lieferte das Sommer-Hochwasser: Wegen der dadurch entstandenen Verspätungen stieg die Zahl der beantragten Rückerstattungen um 30 bis 40 Prozent. In der Berliner Konzernzentrale schließt man nicht aus, dass es aufgrund der Gerichtsentscheidung zu höheren Ticketpreisen kommen könnte.

Mit einer Ausweitung des Urteils auf Fluglinien ist offenbar spätestens 2015 zu rechnen, wenn die EU die Entschädigungsrechte noch einmal neu fasst.

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