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BayernLB erhebt Führungsanspruch bei Landesbankenfusion

München – Der Vorstandschef der BayernLB, Gerd Häusler, sieht die BayernLB als den dominierenden Partner bei einer möglichen Fusion mit der WestLB. „Wenn Sie die wichtigsten Kennzahlen betrachten, ist die BayernLB der größere Partner“, sagte der Bankchef der Süddeutschen Zeitung. Vorteile habe die BayernLB auch im Mittelstandsgeschäft und bei den Privatkunden, die von der Direktbank DKB betreut werden. „Das Privatkundengeschäft mit der DKB wollen wir noch ausbauen“, sagte Häusler.

Der Vorstand der BayernLB prüft eine mögliche Fusion mit der WestLB offenbar schon seit Monaten. „Ich habe schon vor meinen Amtsantritt darüber nachgedacht, ob alternativ eine Fusion sinnvoll sein kann“, sagte Häusler. Von ihm ging offenbar auch die Initiative zu den Verhandlungen aus. In einem internen Schreiben des bayerischen Finanzministeriums heißt es: „Der Einstieg in die Detailprüfung einer Fusion ist ein Vorschlag des Vorstands der BayernLB.“

Ein mögliches Zusammengehen der Landesbanken erscheine „aus taktischer und strategischer Sicht sinnvoll“. Die BayernLB müsse sich aktiv einbringen, „andernfalls bestünde die Gefahr, am Ende nur noch reagieren zu können“, heißt es in dem Schreiben weiter. Man stehe bei den Gesprächen keinesfalls erst am Anfang, hieß es in Regierungskreisen.

Ob es tatsächlich zu einer Fusion kommt, hängt Häusler zufolge allein davon ab, ob sie ökonomisch sinnvoll ist. „Unsere Überlegungen sind rein betriebswirtschaftlich, nicht politisch oder gar ideologisch.“ Durch die Fusion erscheine mittelfristig eine höhere Eigenkapitalrendite von bis zu zwei Prozentpunkten möglich. Ein Zusammenschluss werde aber auch zu einem Stellenabbau führen.

Zu der Frage, ob die neue Bank, wenn es zur Fusion kommt, ihren Sitz in München oder Düsseldorf haben sollte, wollte sich der BayernLB-Chef nicht äußern. Häusler sagte, er rechne damit, dass die EU-Kommission das Vorhaben positiv sehe. Wichtig sei es außerdem, die Sparkassen mit im Boot zu haben. „Ohne die Sparkassen würde diese Fusion nicht gelingen.“

22.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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