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Euromünze

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13.04.2015

Anhaltende Euro-Schwäche Deutsche Wirtschaft zunehmend besorgt

„Vor allem im Mittelstand wachsen die Sorgen um die Währungsentwicklung.“

Berlin – Die deutsche Wirtschaft zeigt sich zunehmend besorgt über die anhaltende Euro-Schwäche. Hatten im Herbst 2014 in der Wechselkursentwicklung nur elf Prozent der Betriebe ein Geschäftsrisiko gesehen, sind es mittlerweile 18 Prozent, wie aus Zahlen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervorgeht, die der „Welt“ vorliegen.

„In der Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie liegt der Anteil sogar fast doppelt so hoch. Vor allem im Mittelstand wachsen die Sorgen um die Währungsentwicklung“, sagte DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann der „Welt“.

Der schwache Euro-Kurs treibe die Exporte zwar spürbar an. „Bei aller Freude im Exportgeschäft sind damit auch gravierende Nachteile verbunden. Die starken Kursbewegungen werfen langfristige Planungen durcheinander, Absicherungsgeschäfte werden teurer“, sagte Schumann. Zudem stiegen die Kosten für Vorleistungen aus dem Ausland, insbesondere für Rohstoffe.

Laut einer der „Welt“ vorliegenden Konjunkturprognose der Beratungsgesellschaft „Ernst & Young“ wird der Euro-Kurs auf niedrigem Niveau verharren. Der Euro-Kurs werde in diesem Jahr bei 1,07 Dollar liegen und im nächsten Jahr mit 1,01 Dollar fast Parität zur US-Leitwährung erreichen, sagen die Experten voraus.

Die deutsche Wirtschaft soll der Prognose zufolge dieses Jahr um 2,2 und nächstes Jahr um 2,0 Prozent zulegen. Die Euro-Zone soll im Jahr 2015 um 1,5 Prozent und 2016 um 1,8 Prozent wachsen.

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