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29.12.2011

Euro-Krise Wirtschaftsweise schließt Euro-Zusammenbruch nicht aus

Berlin – Das Mitglied im Sachverständigenrat, Beatrice Weder die Mauro, hält angesichts der immer größeren Spannungen im Euroraum ein Auseinanderbrechen der Währung im nächsten Jahr nicht mehr für unmöglich.

In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung erklärte Weder di Mauro auf die Frage, ob der Euro 2012 auseinanderbreche: „Das wäre für alle Beteiligten schlimm – aber nicht mehr ganz auszuschließen.“ Die Politik versuche seit fast zwei Jahren, die Krise einzudämmen und „Brandschutzmauern“ zu ziehen. „Allerdings reichen diese Mauern bisher nicht aus“, sagte Weder di Mauro. In einem solchen Fall seien die Kosten unkalkulierbar.

Zur Rettung der Gemeinschaftswährung schlug die Wirtschaftsweise erneut „einen Dreiklang“ vor. „Überschuldete Euro-Staaten müssen sich langfristig einer Insolvenzregel unterwerfen. Die anderen müssen sich verpflichten, die Schulden abzubauen und die Staatshaushalte zu sanieren“, sagte sie der „Bild“-Zeitung.

Zugleich müssten die Schuldenquoten „mit einem Schuldentilgungspakt in 20 Jahren überall unter 60 Prozent fallen“. Außerdem müssten die Zinsen kurzfristig durch gegenseitige Garantien auf ein realistisches Niveau gedrückt werden, verlangte die Wissenschaftlerin.

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