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Vodafone will Internet auf dem Land im Alleingang aufbauen

Düsseldorf – Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone will die nicht mit Internet versorgten ländlichen Regionen in Deutschland alleine erschließen. Das sage Vodafone-Chef Fritz Joussen der Tageszeitung „Die Welt“. „Bis Herbst nächsten Jahres sollen die weißen Flecken kein Thema mehr sein“, sagte Joussen.

Vodafone hat die Aufträge zum Bau der Sendestationen bereits an Huawei und Ericsson vergeben, der Ausbau habe bereits begonnen. Vodafone will in ersten Regionen noch in diesem Jahr starten, bis März sollen 1.500 Sendemasten mit der vierten Generation des Mobilfunks ausgestattet sein. „In vielen Fällen wird das Internet auf dem Land schneller sein als in der Stadt“, sagte Joussen.

Beobachter haben mit einem gemeinsamen Netzausbau von Telekom, Vodafone und O2 gerechnet. Die drei Mobilfunker hatten bei der Mobilfunkversteigerung im Mai die entsprechenden Frequenzen mit der Auflage ersteigert, zuerst die mit Internet unterversorgten Gebiete zu bedienen. Experten gingen bislang davon aus, dass es sich nicht lohnt, in den betroffenen Regionen drei Netze aufzubauen, und nannten einen gemeinsamen Ausbau wahrscheinlich. Nun schert Vodafone aus und legt allein los.

Joussen wolle nicht auf eine Übereinkunft mit seinen Konkurrenten warten. „Wir brauchen keine Kooperation“, sagte er. Sollte es Vodafone gelingen, schnell einen großen Marktanteil zu erobern, werde sich der Ausbau auch lohnen. „Die Versorgung der weißen Flächen wird dann durchaus ein Geschäft“, sagte Joussen. Beim Netzaufbau will der Konzern die bestehenden Mobilfunkmasten nutzen und zugleich modernisieren.

25.08.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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