newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Drei Personen gehen eine Treppe hinauf
© über dts Nachrichtenagentur

Umfrage Jeder zweite Erwachsene nimmt an Weiterbildungen teil

„Die Bereitschaft, sich weiterzubilden, ist heute so groß wie nie zuvor.“

Berlin – Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland hat im vergangenen Jahr an mindestens einer Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen. Das geht aus einer Untersuchung im Auftrag des Bundesbildungsministeriums hervor, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

Demnach haben im Jahr 2018 54 Prozent der 16- bis 18-Jährigen an einer Weiterbildung teilgenommen. Das sind vier Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren.

„Die Bereitschaft, sich weiterzubilden, ist heute so groß wie nie zuvor“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), dem RND. „Lebensbegleitendes Lernen gewinnt in unserer Welt des Wandels zunehmend an Bedeutung. Darauf stellen sich die Menschen ein“, fügte sie hinzu.

Mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie von Bund, Ländern und Sozialpartner würden die Weichen gestellt, damit Weiterbildung zu einem selbstverständlichen Teil der Erwerbsbiografie werde, sagte die Ministerin. „Wir wollen eine neue Kultur der Weiterbildung schaffen“, sagte die Ministerin.

Für die Erhebung im Auftrag des Bildungsministeriums hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar Public von Juli bis Dezember 2018 insgesamt rund 5.800 Interviews mit Personen durchgeführt. Zu den Ergebnissen der Studie mit dem Titel „Adult Education Survey“ gehört unter anderem auch, dass es gegenläufige Entwicklungen in den alten und den neuen Bundesländern gibt.

Im Westen ist die Weiterbildungsbeteiligung zwischen 2016 und 2018 von 49 auf 56 Prozent gestiegen. Im Osten ist sie laut den Daten von 51 auf 48 Prozent gefallen – was die Forscher aber nicht als statistisch signifikante Rückentwicklung werten, sondern als Stagnation. Ein weiteres Ergebnis: Männer (57 Prozent) nehmen häufiger an Weiterbildungen teil als Frauen (52 Prozent).

Als Erfolg wertet das Bildungsministerium, dass Menschen mit und ohne Migrationshintergrund erstmals gleichermaßen häufig an Weiterbildungen teilnähmen. Insbesondere Migranten der ersten Generation nähmen deutlich häufiger an Weiterbildung teil als noch vor zwei Jahren, hieß es. Auch bei den Arbeitslosen gebe es deutliche Steigerungen.

Mit der im Juni beschlossenen Nationalen Weiterbildungsstrategie wollen Bund, Länder, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit ihre Anstrengungen für Weiterbildung und Qualifizierung besser aufeinander abstimmen. Zu den Zielen gehört unter anderem, eine größere Transparenz der unterschiedlichen Angebote herzustellen und die Qualifizierung des Weiterbildungspersonals zu verbessern.

30.08.2019 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Streit um Riester Rente DGB fordert Regierung zu Kehrtwende auf

In der Debatte um die Zukunft der umstrittenen Riester-Rente fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund die Bundesregierung zu einer Kehrtwende auf. "Statt weiter erfolglos an Riester herumzudoktern, sollte die Bundesregierung besser und sinnvoller die gesetzliche ...

Bundesagentur für Arbeit Entgelte im Jahr 2020 nur leicht gestiegen

Das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten lag im vergangenen Jahr bei 3.427 Euro. Gegenüber dem Jahr 2019 sind die Löhne und Gehälter damit um 26 Euro gestiegen, dem geringsten Anstieg seit dem Jahr 2009. Damals stiegen die Entgelte ...

Studie Mehrheit der Deutschen will früher in Rente

Neue Berufskrankheiten Lungenkrebs und Hüftgelenksarthrose

DGB Aussagen zu Rentensteigerungen „Märchen“

Debatte über höheres Renteneintrittsalter Jeder Fünfte stirbt vor Erreichen des 69. Lebensjahres

BA-Chef Scheele Kurzarbeit wird Bundesagentur noch bis Ende 2022 belasten

"Bürokratischer Aktionismus" Arbeitgeber kritisieren neue Homeoffice-Verordnung

Bundesagentur-Chef Scheele „Zweiter Lockdown wäre furchtbar“

Wegen Corona-Krise Familienunternehmer fordern Abschaffung der Rente mit 63

Finanzbericht Arbeitsagentur rechnet mit 36,2 Milliarden Euro Verlust

VdK Sozialverband fordert 13 Euro Mindestlohn

Arbeitszeitverstöße in Schlachthöfen NRW-Arbeitsminister will deutlich höhere Bußgelder

#CoronaEltern Vor allem Mütter stecken im Job zurück

DRV Kaum Renteneinbußen durch Kurzarbeit

Aufruf Sozialbündnis fordert 100 Euro Corona-Zuschlag für Bedürftige

Corona-Krise Verdi will Kurzarbeiter Pakete zustellen lassen

Lohnuntergrenze DGB beharrt auf 12 Euro Mindestlohn

BVMW Mittelstand gegen Recht auf Homeoffice

"Politische Ladenhüter" BDA gegen Anrecht auf Homeoffice

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »