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Arzt bei einer Operation
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Trotz weniger Organspenden Weiterhin 47 Transplantationszentren

Ein großer Teil ist alles andere als gut ausgelastet.

Berlin – Trotz immer weniger Organspendern konkurrieren in Deutschland nach wie vor über das ganze Bundesgebiet verstreut 47 Transplantationszentren um die knappen Spenderorgane. Ein großer Teil ist alles andere als gut ausgelastet, wie eine Auswertung der Transplantationsberichte, die dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe) vorliegen, ergibt.

Danach erreichten 2013 neun der 24 Kliniken, die diese Leistung anboten, nicht die vorgeschriebene Mindestzahl bei Lebertransplantationen von 20 Eingriffen pro Jahr. Bei Nierentransplantationen erreichten sieben von 38 Zentren, die 2013 Nieren verpflanzt haben, die Mindestmenge von 25 Übertragungen pro Jahr nicht, bei Herztransplantationen verfehlten acht von 23 Herzzentren, also jedes dritte, die Vorgabe von fünf Organübertragungen oder erreichten sie gerade. Bei Lungenverpflanzungen blieben drei von 15 Zentren unter der Mindestmenge von fünf Transplantationen pro Jahr.

Die Mindestmengen sollen die Qualität sichern. Deshalb sieht das Sozialgesetzbuch auch vor, dass Kliniken, die sie nicht einhalten, das Recht verlieren, solche Leistungen zu erbringen. Allerdings gibt es Ausnahmeregelungen, sodass die Regelung in der Praxis nicht zum Zuge kommt. Der Spitzenverband der Krankenkassen würde das gerne ändern.

„Wir dürfen nicht weiter Organe an Zentren verteilen, die nur gelegentlich eine Transplantation durchführen“, erklärte Wulf-Dietrich Leber, Abteilungsleiter Krankenhäuser des GKV-Spitzenverbands, gegenüber dem „Handelsblatt“.

Leber fordert, dass die Ständige Kommission Organtransplantation, die für die Organverteilung zuständig ist, dafür sorgt, dass nur noch Zentren Organe erhalten, die die Mindestmengen einhalten.

19.10.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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