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13.12.2010

Tengelmann-Chef von Amerikanern enttäuscht

Mülheim an der Ruhr – Die Insolvenz der US-Supermarktkette A&P hat nach Angaben von Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub „keine Konsequenzen“ für die Mülheimer Konzernzentrale. „Das haut uns nicht um“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter des Handelskonzerns den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. Nach Haubs Angaben hat A&P rote Zahlen „im dreistelligen Millionenbereich“ angehäuft. Dafür macht er auch eigene Verfehlungen verantwortlich. So sei die Integration der amerikanischen Pathmark-Supermärkte 1997 „nicht so gut gelaufen wie erhofft“.

Karl-Erivan Haub sieht aber auch eine Konsumflaute in den USA, die seit nunmehr drei Jahren andauere: „Die Amerikaner haben deutlich über ihre Verhältnisse gelebt, haben bis zu fünf Kreditkarten und sparen jetzt beim täglichen Leben. Über diese Maßlosigkeit der Amerikaner bin ich ein bisschen enttäuscht.“

Mit dem Deutschland- und Europa-Geschäft zeigt sich Tengelmann indes zufrieden. Haub: „Das ganze Jahr über gab es eine gute Entwicklung, die auch in der Weihnachtszeit anhält.“ Im Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe ließ Haub offen, ob Tengelmann seine A&P-Anteile nach dem Insolvenzverfahren behält: „Das machen wir vom Ergebnis des Restrukturierungsprozesses abhängig.“

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