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Tarifverhandlungen gescheitert

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23.04.2012

Universitätskliniken Tarifverhandlungen gescheitert

Ver.di ruft Mitglieder zu Urabstimmung auf – Unbefristete Streiks ab Mai möglich.

Stuttgart – An den vier Universitätskliniken in Baden-Württemberg droht ein unbefristeter Arbeitskampf. Die Gewerkschaft ver.di erklärte die Tarifverhandlungen für die nicht ärztlichen Beschäftigten am Montag für gescheitert und rief ihre Mitglieder zur Urabstimmung auf. Das Ergebnis soll am 4. Mai bekanntgegeben werden, wie ver.di in Stuttgart mitteilte.

Für den Aufruf zu einem unbefristeten Streik ist eine Zustimmung von 75 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder nötig. Ver.di rechnet damit, dass diese Quote erreicht wird.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 25.000 nicht ärztlichen Beschäftigten an den Universitätskliniken in Tübingen, Heidelberg, Freiburg und Ulm eine Lohnsteigerung von 6,9 Prozent, mindestens jedoch 250 Euro mehr.

Die Arbeitgeber bieten für die Monate von April bis Juni eine Einmalzahlung von 250 Euro an, danach soll das Gehalt um 2,5 Prozent angehoben werden. Ihr Angebot sieht zudem vor, dass wegen der finanziellen Schwierigkeiten der Kliniken Tübingen und Ulm dort das diesjährige Weihnachtsgeld von 88 auf 75 Prozent eines Monatsgehalts gesenkt wird.

Ver.di sieht keine Basis für Verhandlungen

Die zweite Verhandlungsrunde war am vergangenen Mittwoch in Stuttgart ergebnislos abgebrochen worden. Das Angebot der Arbeitgeber sei von der Tarifkommission als „völlig ungenügend“ bewertet worden, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Günter Busch am Montag. Die Gewerkschaft sei grundsätzlich zu Verhandlungen bereit, allerdings müsse ein akzeptables Tarifergebnis erzielt werden. Dafür fehle bislang jegliche Basis.

Die Universitätskliniken verwiesen bei den Verhandlungen auf ihre Geldnöte. Das unterbreitete Angebot gehe bereits „an die Schmerzgrenze der finanziellen Belastbarkeit“, hieß es. Zudem lägen die Gehälter an den vier Kliniken schon heute mindestens vier Prozent über den Vergütungen in vergleichbaren Einrichtungen.

Vor der zweiten Verhandlungsrunde am vergangenen Mittwoch hatte es an den vier Kliniken bereits Warnstreiks gegeben, an denen sich mehrere Tausend Beschäftigte beteiligten.

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