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Ostern in Rom

© Claudio Peri über dpa

05.04.2015

Petersplatz in Rom Papst spricht Segen „Urbi et Orbi“

Zuvor hatte der Papst die Ostermesse zur Auferstehung Christi gefeiert.

Rom – Papst Franziskus hat die Einigung im Atomstreit mit dem Iran als wichtige Etappe auf dem Weg in eine friedliche Welt gewürdigt. Er hoffe, dass die Vereinbarung „ein endgültiger Schritt in Richtung auf eine sicherere und brüderlichere Welt“ sei.

Das sagte der 78-Jährige in seiner Osterbotschaft vor Tausenden Pilgern auf dem Petersplatz. Die am Donnerstag erzielte vorläufige Übereinkunft soll dazu führen, dass der Iran seine nuklearen Aktivitäten deutlich einschränkt und der Westen im Gegenzug seine Wirtschaftssanktionen aufhebt. Ein bindendes Abkommen soll bis Ende Juni verhandelt werden.

Franziskus rief zum Ende von Kriegen und Gewalt in den Krisenregionen der Welt auf und betete für Frieden im Nahen Osten. „Möge zwischen Israelis und Palästinensern die Kultur der Begegnung wachsen und der Friedensprozess wieder aufgenommen werden“, bat er.

„Vom auferstandenen Herrn erflehen wir die Gnade, nicht dem Stolz nachzugeben, der die Gewalt und die Kriege schürt, sondern den demütigen Mut zur Vergebung und zum Frieden zu haben“, sagte der Argentinier vor Millionen Menschen in aller Welt, die die Botschaft und den Segen „Urbi et Orbi“ im TV oder über das Internet verfolgten.

Auch an das Schicksal verfolgter Christen erinnerte der Papst, der zudem der am Donnerstag in Kenia getöteten Studenten gedachte: „Den siegreichen Jesus bitten wir, die Leiden unserer vielen Brüder und Schwestern zu lindern, die seines Namens wegen verfolgt werden.“

Den Segen „Urbi et Orbi“, der Stadt und dem Erdkreis, sprach er von der Loggia des Petersdoms. Dies war der Höhepunkt der traditionellen Osterfeiern in Rom. Zuvor feierte Franziskus mit den Gläubigen, die im strömenden Regen mit Schirmen ausharrten, die Messe zur Auferstehung Christi. Danach hörte es auf zu regnen und der Papst fuhr einige Runden auf dem Petersplatz und begrüßte die Pilger.

Für Syrien und den Irak forderte der Papst ein Ende des „Getöses der Waffen“. Die internationale Gemeinschaft dürfe „angesichts der ungeheuren humanitären Tragödie“ nicht untätig bleiben. Franziskus forderte die Menschen auf, sich gegenseitig mit Respekt und Demut zu begegnen. „Das ist nicht Schwäche, sondern wirkliche Kraft!“

Der Papst, der am Karfreitag erneut Ostergeschenke an Obdachlose in Rom hatte verteilen lassen, sprach in seiner Botschaft auch „den Ausgeschlossenen, den Gefangenen, den Armen und den Migranten, die so oft abgelehnt, schlecht behandelt und ausgesondert werden“, Mut zu.

Franziskus verurteilte das „derzeitige sinnlose Blutvergießen“ in Libyen und forderte Frieden für den Jemen, Nigeria, den Süd-Sudan, verschiedene Regionen des Sudan und die Demokratische Republik Kongo. Für die Ukraine bat der Pontifex: „Möge das Land dank dem Einsatz aller Beteiligten wieder zu Frieden und Hoffnung finden.“

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