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Trauer

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13.01.2015

Nach Angriff auf "Charlie Hebdo" Trauerfeiern für Opfer des Pariser Anschlags

“Der Terror schlägt in Amerika, der Ukraine, Frankreich und überall auf der Welt zu.”

Paris/Jerusalem – Trauer um die Terroropfer in Paris und Jerusalem: Mit einer bewegenden Zeremonie hat Frankreich der drei bei den Anschlägen getöteten Polizisten gedacht. In Jerusalem wurden die vier jüdischen Opfer der Terrorwelle zu Grabe getragen.

Islamistische Terroristen hatten in der vergangenen Woche in der französischen Hauptstadt insgesamt 17 Menschen getötet. Allein beim Angriff auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ waren zwölf Menschen ums Leben gekommen.

„Clarissa, Franck, Ahmed sind dafür gestorben, dass wir frei leben können“, sagte Präsident François Hollande im Innenhof der Polizeipräfektur von Paris vor den in französische Nationalflaggen gehüllten Särgen. Ihnen gebühre größte Dankbarkeit. Posthum wurden die drei Beamten mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet.

An der Trauerfeier nahmen auch Hinterbliebene der Opfer bei. „Ganz Frankreich teilt Ihren Schmerz und Ihr Leid“, sagte Hollande. Die Mutter der Polizistin Clarissa Jean-Philippe brach dabei in Tränen aus. „Wie kann man es rechtfertigen, feige eine junge Frau von 26 Jahren zu töten?“, fragte der Präsident in seiner Rede.

Dem Begräbnis der vier jüdischen Opfer auf einem Friedhof in Jerusalem war eine bewegende Trauerfeier vorangegangen, an der Israels Staatspräsident Reuven Rivlin, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die französische Umweltministerin Ségolène Royal teilnahmen.

Die aus Frankreich angereisten Familien gedachten weinend ihrer Angehörigen und entzündeten Fackeln. Die vier Opfer Joav Hattab, Johan Cohen, Philippe Braham und François-Michel Saada waren bei einer Geiselnahme in einem koscheren Supermarkt erschossen worden. Die Politiker warnten in ihren Ansprachen vor der Gefahr von Terrorismus und Antisemitismus.

Staatspräsident Rivlin sagte, Europa müsse härter im Kampf gegen Terror vorgehen, damit jüdische Bürger sich wieder sicher fühlen könnten. Der Terror könne zwar jeden treffen. „Aber er verfolgt vor allem das jüdische Volk“, sagte Rivlin. „Es kann nicht sein, dass Juden im Jahre 2015 Angst haben, mit einer Kippa auf die Straße zu gehen.“

Der islamistische Terror bedrohe die ganze Welt, sagte Netanjahu. „Sie sind nicht nur die Feinde der Juden“. Juden hätten natürlich das Recht, überall auf der Welt zu leben. Gleichzeitig nannte er Israel „die eine historische Heimat, die sie immer aufnehmen wird“.

Frankreichs Umweltministerin Royal verlieh den Opfern posthum die höchste Auszeichnung Frankreichs, die Medaille der Ehrenlegion. „Frankreich ohne Juden wäre nicht mehr Frankreich“, sagte sie mit Blick auf den Aufruf Netanjahus, die französischen Juden sollten nach Israel emigrieren.

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