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Statistisches Bundesamt
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Destatis Ausbildungswahl von Abschluss und Geschlecht abhängig

Ein höherer Schulabschluss zahlt sich auch auf dem Gehaltszettel aus.

Wiesbaden – Die Berufsauswahl von Auszubildenden ist stark vom Schulabschluss und vom Geschlecht abhängig. Dies zeigt die Rangfolge der beliebtesten Berufe unter den Anfängerinnen und Anfängern in der dualen Berufsausbildung im Jahr 2017, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit.

Der Zugang zum Angebot der dualen Berufsausbildung verbessert sich demnach mit höherem Abschluss. So sind vier der Top-5-Berufe von Ausbildungsneulingen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife nicht in den Top 5 der anderen Abschlüsse zu finden. Das sind Industriekaufmann, Fachinformatiker, Kaufmann im Groß- und Einzelhandel und Bankkaufmann.

Die einzige Ausnahme ist der Beruf „Kaufmann für Büromanagement“ auf Rang zwei, der auch unter den Personen mit mittlerem Schulabschluss (Realschulabschluss oder vergleichbarer Abschluss) die am zweithäufigsten begonnene Ausbildung war, so die Statistiker weiter.

Unabhängig vom erreichten Schulabschluss konzentriert sich die Ausbildungswahl der Frauen viel stärker auf die geschlechtsspezifischen Top-5-Berufe als bei den Männern. So schlossen 38 Prozent der Frauen einen Ausbildungsvertrag in den jeweiligen Top-5-Berufen ab, aber nur 22 Prozent der Männer.

Während bei Ausbildungsanfängerinnen mit Hauptschulabschluss eine Ausbildung zur Verkäuferin auf Platz eins lag (15 Prozent), begannen Frauen mit mittlerem Schulabschluss am ehesten eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (zwölf Prozent) und Frauen mit Fachhochschul- oder Hochschulreife eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement (13 Prozent).

Männer mit Hauptschul- und mittlerem Abschluss entschieden sich am häufigsten für eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker (jeweils acht Prozent) und Männer mit Hochschul- oder Fachhochschulreife für eine Ausbildung zum Fachinformatiker (neun Prozent).

Ein höherer Schulabschluss zahlt sich auch auf dem Gehaltszettel aus: So verdienten Industriekaufmänner in Vollzeit nach der letzten Verdienststrukturerhebung aus dem Jahr 2014 durchschnittlich 3.420 Euro brutto im Monat. Vollzeitbeschäftigte Verkäufer kamen dagegen nur auf ein Durchschnittsgehalt von 2.358 Euro.

Die duale – oder betriebliche – Berufsausbildung repräsentiert den Großteil des beruflichen Ausbildungsgeschehens in Deutschland. Im Jahr 2017 hatten 42 Prozent der 516.000 angehenden Azubis einen mittleren Abschluss, 29 Prozent die Fachhochschul- oder Hochschulreife und 24 Prozent einen Hauptschulabschluss. Insgesamt verteilten sich die Azubis auf 470 Ausbildungsberufe.

04.07.2019 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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