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Christo spricht erstmals über Tod von Jeanne-Claude

Berlin – Verhüllungskünstler Christo hat erstmals nach dem Tod seiner Frau Jeanne-Claude, die im November 2009 einer Hirnblutung erlag, ein Interview gegeben und über den Tod seiner Frau gesprochen: „Es war schwierig, ohne sie zurechtzukommen, aber sie ist immer noch allgegenwärtig.“ Es sei der letzte Wille seiner Frau gewesen, nach ihrem Tod ihren Körper der medizinischen Forschung zu überlassen. Das sei auch sein letzter Wille. Christo zur „Welt“: „Wir haben beide schon sehr früh beschlossen, unsere Körper der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Herz, Lunge, Haut, Knochen – die Ärzte dürfen sich bedienen.“

Er gibt an, nie religiös gewesen zu sein. Christo: „Wer will auch schon in einem Grab verwesen, die Friedhöfe sind außerdem proppenvoll. Nein, es gibt kein Grab, kein Kreuz, nicht mal einen Stein. Wozu? Es gibt Bücher, Zeichnungen, Fotos, Filme als Erinnerung.“ Der gebürtige Bulgare erzählt ferner, nun allein an dem Projekt „Over the River“ weiterzuarbeiten, das er bereits vor 17 Jahren zusammen mit Jeanne-Claude begonnen hatte. Er lebt und arbeitet weiterhin in New York.

Auf die Frage, wie man seiner Meinung nach mit Ground Zero umgehen sollte, wo neun Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf die Twin Towers immer noch ein großes Loch klafft, sagte er der „Welt“: „Es interessiert mich null Komma null, was da nun entstehen soll. Darüber dürfen sich gern andere den Kopf zerbrechen. Also ehrlich, wenn ich mir über Alles Gedanken machen würde, ich käme nicht mehr zum Arbeiten!“ Christo und Jeanne-Claude waren zum Zeitpunkt des Anschlags in Berlin: „Ich erinnere mich noch sehr genau: Wir hatten diese großartige Ausstellung im Martin-Gropius-Bau und sahen die fallenden Türme plötzlich im Fernsehen.“

Am Donnerstag besucht Christo Berlin, um im Taschen-Store das Buch „Christo and Jeanne-Claude 75“ vorzustellen, das jetzt erscheint und die gesamten Projekte des Künstlerpaars zeigt.

12.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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