newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Industrieanlage
© über dts Nachrichtenagentur

Schrumpfkurs Warnungen vor flächendeckender Kurzarbeit in deutscher Industrie

„Vor allem die Autoindustrie und die Chemie sind betroffen.“

Berlin – In den nächsten Monaten droht der deutschen Industrie erstmals wieder massenhaft „Kurzarbeit“. Die Industrie befinde sich auf Schrumpfkurs, sagte Clemens Fuest, Präsident des Münchner Ifo-Instituts, der „Bild“ (Montagsausgabe). Wenn sie sich nicht stabilisiere, werde die Krise auf die anderen Sektoren übergreifen. „Vor allem die Autoindustrie und die Chemie sind betroffen“, so Fuest.

Neue Massenarbeitslosigkeit drohe zwar nicht, sagte Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. „Aber Handelskonflikte und strukturelle Verunsicherung (Automobilindustrie) führen zu verstärkter Kurzarbeit.“

Angesichts dieser Krisen-Zeichen werden die Forderungen nach Reformen immer lauter: „Nach zehn Jahren Wachstum und Ausbau des Sozialstaats müssen wir jetzt endlich wieder Reformen auf den Weg bringen“, sagte Unions-Mittelstandschef Carsten Linnemann (CDU) der „Bild“. Deutschland brauche „eine umfassende Unternehmenssteuerreform, eine Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes und eine breite Digitalisierungs-Offensive.“

Ähnlich äußerte sich der FDP-Arbeitsmarktpolitiker Johannes Vogel. Er verlangte „mehr Flexibilität für mobiles Arbeiten und eine nationale Weiterbildungsstrategie“, um die weiterhin vielen offenen Stellen zu besetzen. Die GroKo lebe immer noch „von der arbeitsmarktpolitischen Substanz“, sagte Vogel der „Bild“. Dieser Kurs stoße mit der sich abkühlenden Konjunktur zunehmend an Grenzen.

08.07.2019 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Streit um Riester Rente DGB fordert Regierung zu Kehrtwende auf

In der Debatte um die Zukunft der umstrittenen Riester-Rente fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund die Bundesregierung zu einer Kehrtwende auf. "Statt weiter erfolglos an Riester herumzudoktern, sollte die Bundesregierung besser und sinnvoller die gesetzliche ...

Bundesagentur für Arbeit Entgelte im Jahr 2020 nur leicht gestiegen

Das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten lag im vergangenen Jahr bei 3.427 Euro. Gegenüber dem Jahr 2019 sind die Löhne und Gehälter damit um 26 Euro gestiegen, dem geringsten Anstieg seit dem Jahr 2009. Damals stiegen die Entgelte ...

Studie Mehrheit der Deutschen will früher in Rente

Neue Berufskrankheiten Lungenkrebs und Hüftgelenksarthrose

DGB Aussagen zu Rentensteigerungen „Märchen“

Debatte über höheres Renteneintrittsalter Jeder Fünfte stirbt vor Erreichen des 69. Lebensjahres

BA-Chef Scheele Kurzarbeit wird Bundesagentur noch bis Ende 2022 belasten

"Bürokratischer Aktionismus" Arbeitgeber kritisieren neue Homeoffice-Verordnung

Bundesagentur-Chef Scheele „Zweiter Lockdown wäre furchtbar“

Wegen Corona-Krise Familienunternehmer fordern Abschaffung der Rente mit 63

Finanzbericht Arbeitsagentur rechnet mit 36,2 Milliarden Euro Verlust

VdK Sozialverband fordert 13 Euro Mindestlohn

Arbeitszeitverstöße in Schlachthöfen NRW-Arbeitsminister will deutlich höhere Bußgelder

#CoronaEltern Vor allem Mütter stecken im Job zurück

DRV Kaum Renteneinbußen durch Kurzarbeit

Aufruf Sozialbündnis fordert 100 Euro Corona-Zuschlag für Bedürftige

Corona-Krise Verdi will Kurzarbeiter Pakete zustellen lassen

Lohnuntergrenze DGB beharrt auf 12 Euro Mindestlohn

BVMW Mittelstand gegen Recht auf Homeoffice

"Politische Ladenhüter" BDA gegen Anrecht auf Homeoffice

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »