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Neuer Glanz für den Fensehturm

© dapd

27.03.2012

Berlin Neuer Glanz für den Fensehturm

Umbau fast beendet – Hellere Farben und mehr Komfort für Besucher.

Berlin – Volle fünf Monate hat der Umbau gedauert: Ab Ostern nun kommt der Berliner Fernsehturm in neuem Glanz daher und bietet Besuchern mehr Komfort. Bis 5. April soll die Verjüngungskur des einstigen DDR-Prestigebaus abgeschlossen sein. „Dann wird er heller, schöner und freundlicher sein“, kündigte Geschäftsführerin Christina Aue am Dienstag an. Für 1,5 Millionen Euro seien Wandverkleidungen erneuert, Teppichböden ausgelegt, das Lüftungssystem verbessert sowie Foyer und Restaurant umgestaltet worden. Aue zufolge sollen sich diese Kosten aber nicht auf die Eintrittspreise niederschlagen.

Um dem ursprünglichen Charakter des 1969 zum 20. Gründungstag der Deutschen Demokratischen Republik eröffneten Turms gerecht zu werden, hielt sich die Geschäftsleitung eng an die historischen Vorgaben. Zuletzt wurde das 368 Meter hohe Gebäude vor 16 Jahren saniert, nun wurden die einst dominierenden Beige- und Goldtöne im modernisierten Design wieder aufgenommen. „Früher war der Turm sehr warm gestaltet, dahin wollten wir zurück“, erklärte Aue das Ziel.

Das beginnt schon im neu vertäfelten Foyer: Dort wurde hellgrauer Teppich über die nackten Steinplatten gelegt, um das Stimmengewirr etwas zu dämpfen. Zudem erleichtern künftig rote Ledersitzbänke den jährlich gut 1,2 Millionen Besuchern die Wartezeit, die Sanitäranlagen wurden komplett überholt, und wo vorher die Sicherheitskontrolle stattfand, ermöglicht bald ein Tresen die Bewirtung mit Kuchen und Getränken.

Bei der Gelegenheit wurden dann auch gleich der Souvenirladen im zweistöckigen Eingangsbereich vergrößert und aus den geschlossenen Kassenhäuschen offene Schalter gemacht. Hinter dem Übergang zum Turm sorgt ferner eine stärkere Klimaanlage für Frischluft in der fensterlosen Rotunde vor den Aufzügen. „Der Sauerstoffmangel war gerade im Sommer bei hohen Temperaturen problematisch“, erinnert sich ein Mitarbeiter.

Wer nach 40-sekündiger Aufzugfahrt die Aussichtsplattform in 203 Metern Höhe erreicht, erblickt auch dort Änderungen: Der schwarze Boden und die graue Wand sind freundlicheren Tönen gewichen, die Etage ist nun in goldgelb gehalten. Vier Meter darüber wartet das Restaurant ebenfalls mit Änderungen auf. „Neben einem Sternenhimmel an der Decke soll ein Pianist das passende Ambiente für die Gäste schaffen“, sagte Aue. Ein bis zwei Mal pro Stunde wird jeder Tisch auf der rotierenden Plattform am Künstler vorbeiziehen.

Zuguterletzt wurde auch noch das gastronomische Angebot überarbeitet. „Eine kleinere Karte mit mehr Qualität“, verspricht Küchenchef Alexander Busch, auch wenn sein Team wegen der Brandschutzvorschriften weiterhin keinen Grill und kein Speisefett verwenden darf. „200 Meter Höhenunterschied zur eigentlichen Produktionsküche im Erdgeschoss sind ein Ausschlusskriterium für echte Gourmetküche“, räumt denn auch Geschäftsführerin Aue ein.

Bis Anfang 2013 soll auch die Umgestaltung des Turmvorplatzes durch die Stadt abgeschlossen sein, hofft sie. Außerdem werde es eine neue Marketingkampagne geben, samt modernem Logo und Internet-Auftritt. Und die Mitarbeiter bekommen neue Berufskleidung, passend zum Interieur in Braun-, Beige- und Goldtönen. Nur eines bleibt beim Alten: Bungee-Sprünge vom höchsten Gebäude Deutschlands werden aus Sicherheitsgründen auch weiterhin verboten sein.

http://www.tv-turm.de/

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