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Güterzug
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Bericht Immer mehr Migranten kommen per Güterzug

Insgesamt liegen die Zahlen deutlich unter den Höchstwerten von 2016.

Berlin – Die Zahl der festgestellten Migranten, die auf gefährliche Weise illegal per Güterzug einreisen, ist zuletzt deutlich gestiegen. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Informationen des Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums illegale Migration (Gasim) von Ende Juni.

Demnach lag die Zahl der Feststellungen durch die Bundespolizei bis Mai mit insgesamt 120 noch „auf relativ konstant niedrigem Niveau“. Seitdem verzeichne man jedoch wieder einen Anstieg. Durch den Austausch mit anderen Polizeidienststellen in Deutschland erfuhr die Bundespolizei, dass allein in der ersten Juniwoche 47 Migranten auf diese Weise unerlaubt einreisten. Das deutet darauf hin, dass viele Migranten bei den Kontrollen direkt an der Grenze nicht entdeckt werden.

Insgesamt liegen die Zahlen in diesem Jahr deutlich unter den Höchstwerten von 2016. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hatten die Behörden mehr als 300 Migranten auf Güterzügen entdeckt. Zuvor hatte kaum jemand versucht, auf diesem Weg einzureisen. In den ersten fünf Monaten 2016 registrierten die Behörden lediglich einen Versuch.

Die in diesem Jahr entdeckten Migranten wurden fast ausschließlich auf Güterzügen festgestellt, die über Österreich aus Italien kamen. Die festgestellten Personen kamen vor allem aus Guinea, Eritrea und Gambia – nur zwei Syrer wurden gezählt. Die Experten im Gasim gehen deshalb davon aus, dass per Güterzug vor allem solche Migranten einreisen, die zunächst über die Zentrale Mittelmeerroute nach Italien gekommen sind.

Ende 2016 hatten die Behörden in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich die Kontrollen von Güterzügen verstärkt. Die Migranten verstecken sich zum Beispiel in den Reifenbuchten der Lkw, die auf Güterzügen über die Alpen transportiert werden. Wie gefährlich das ist, zeigte sich beispielsweise im Dezember: Zwei Migranten starben, als der Lkw-Fahrer sie beim Losfahren überrollte.

23.07.2017 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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