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Volkswagen-Werk

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21.09.2015

Abgas-Affäre VW-Aktie verliert über 13 Prozent

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer rechnet mit personellen Konsequenzen.

Frankfurt – Der Abgas-Skandal in den USA sorgt für kräftige Verluste bei den VW-Aktien: Die Papiere sanken unmittelbar nach dem Handelsstart am Montag um über 13 Prozent.

Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Martin Winterkorn, hatte nach den Manipulationsvorwürfen in den USA am Sonntag erklärt, dass der Autobauer die „festgestellten Verstöße sehr ernst“ nehme. „Ich persönlich bedauere zutiefst, dass wir das Vertrauen unserer Kunden und der Öffentlichkeit enttäuscht haben. Wir arbeiten mit den zuständigen Behörden offen und umfassend zusammen, um den Sachverhalt schnell und transparent vollumfänglich zu klären“, teilte Winterkorn mit.

Unterdessen rechnet der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen mit personellen Konsequenzen bei VW. „Jeder Politiker könnte bei einer solchen Angelegenheit nicht in seinem Amt bleiben“, sagte Dudenhöffer der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Montagausgabe) mit Blick auf den VW-Chef.

Winterkorn sei auch Chef der Entwicklungsabteilung von VW. „Dieser Bereich ist für die Software der Motorsteuerung zuständig“, betonte Dudenhöffer. „Entweder Winterkorn wusste, was passiert ist. Das wäre schlecht für ihn. Oder er wusste nicht, was passiert ist. Das wäre noch schlechter. Denn dann hätte er seinen Laden nicht im Griff.“

US-Behörden hatten zuvor mitgeteilt, dass bei Abgastests an Fahrzeugen mit Dieselmotoren des VW-Konzerns Manipulationen festgestellt worden seien und damit gegen US-Umweltgesetze verstoßen wurde.

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