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Umfrage Schüler an NS-Geschichte sehr interessiert

Berlin – In der Generation der Ur-Enkel von Tätern und Opfern des Nationalsozialismus ist das Interesse an dieser Zeit offenbar ungebrochen. Dies ergab eine im Oktober 2010 vom „Zeit Magazin“ in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap. In der Befragung stimmten 69 Prozent der 14- bis 19-Jährigen der Aussage zu „Die Geschichte des Nationalsozialismus interessiert mich sehr, ich möchte gern mehr darüber erfahren.“ Das Interesse ist bei den Jugendlichen, im Osten wie im Westen Deutschlands, genauso hoch wie in allen anderen Altersgruppen.

Die Vorstellung, das deutsche Volk sei während der NS-Zeit von einer radikalen Minderheit verführt und unterdrückt worden, findet hingegen immer weniger Anhänger. Der Aussage: „Die Masse der Deutschen hatte keine Schuld, es waren nur ein paar Verbrecher, die den Krieg angezettelt und die Juden umgebracht haben“ schließen sich mehr als die Hälfte der über 45-Jährigen an, bei den 14- bis 19-Jährigen sind es noch 42 Prozent.

Vor allem, wenn es um die eigene Familiengeschichte geht, zeigt sich ein Trend hin zu einem nüchterneren Geschichtsbild: So sind zwar immer noch 56 Prozent der Jugendlichen überzeugt, ihre Vorfahren hätten sich „während der NS-Zeit nichts zu Schulden kommen lassen“, mit 68 und 78 Prozent liegen die Werte bei den 20-44-Jährigen und den über 45-Jährigen jedoch deutlich höher.

59 Prozent der Jugendlichen geben an, Scham zu empfinden angesichts der deutschen Verbrechen während der NS-Zeit. Zahlreiche Schüler sehen sich im Unterricht indes auch unter Druck gesetzt: 43 Prozent haben den Eindruck, ihre Lehrer würden „auf jeden Fall“ erwarten, dass die Schüler sich betroffen zeigen. 41 Prozent sind der Ansicht: „Man kann seine Meinung über die NS-Vergangenheit nicht ehrlich sagen“.

04.11.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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