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Kopftuchträgerinnen

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15.11.2014

Studie Große Fortschritte bei Integration junger Migranten

„Gewalt ist nicht mehr in – Gewalt ist out.“

Berlin – Bei der Integration von jungen Migranten in Deutschland gibt es einer Studie zufolge große Fortschritte. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf die noch unveröffentlichte Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.

Laut Direktor Christian Pfeiffer hat sich die sprachliche, schulische und soziale Integration von 14- bis 16-jährigen Migranten in den vergangenen Jahren stark verbessert. Im Gegenzug nahm die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen deutlich ab.

Für ihre Studie verglichen die Forscher eine Umfrage unter bundesweit 45.000 Neuntklässlern von 2007/2008 mit Daten, die 2013 bei 10.000 Schülern in Niedersachsen erhoben wurden. Das Bundesland repräsentiert mit seinen Sozialdaten den Bundesdurchschnitt und kann deshalb auf Gesamtdeutschland übertragen werden.

Die Zahl junger Migranten, die sich mit ihren Eltern auf Deutsch unterhalten, mindestens einen deutschen Freund haben, deutsches Fernsehen schauen und deutsche Texte lesen, stieg an. Außerdem legen immer mehr Einwanderer-Familien Wert auf gute Schulbildung. So gaben 50 Prozent der Asiaten und fast 40 Prozent der Polen an, das Abitur machen zu wollen, deutlich mehr als 2007/2008.

Auch unter Kindern aus Ex-Jugoslawien, der früheren Sowjetunion und der Türkei wächst der Wille, den höchsten deutschen Schulabschluss zu schaffen. „Focus“ zufolge streben mittlerweile 23,4 Prozent der jungen Türken das Abitur an, früher waren es nur 17,5 Prozent.

Die bessere Eingliederung führt offenbar dazu, dass immer weniger junge Migranten Lust auf Prügeleien und Überfälle haben. „Die Akzeptanz von Gewalt bei den von uns befragten Jugendlichen ist deutlich niedriger als noch vor zehn oder 15 Jahren“, sagte Kriminologe Pfeiffer. Damit bestätigt die Studie den Trend der Kriminalstatistik, wonach die polizeilich registrierte Jugendgewalt in Deutschland seit Jahren sinkt. „Die jungen Migranten haben dazu offenkundig erheblich beigetragen“, so Pfeiffer. „Gewalt ist nicht mehr in – Gewalt ist out.“

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