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Katholischer Pfarrer bei einer Messe zwischen Ministranten
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"Keine gemeinsame Strategie" Leiter von Missbrauchsstudie kritisiert Aufarbeitung der Kirche

Sinnvoll wäre auch eine nationale Dunkelfeldstudie.

Mannheim – Harald Dreßing, der Leiter der Forschergruppe, die im vergangenen Herbst eine wissenschaftliche Studie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche vorlegt hat, geht mit den Bischöfen hart ins Gericht.

„Bei den Bischöfen kann ich bisher keine gemeinsame Strategie erkennen, weitere Forschungsarbeiten in Gang zu setzen“, sagte Dreßing der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe).

Überdies seien Verlautbarungen einzelner Bischöfe zu den Ergebnissen der MHG-Studie und den daraus abzuleitenden Konsequenzen höchst verschieden. Eine Priorisierung von Zielen zur Verhinderung von Missbrauch finde nicht statt. „Stattdessen gibt es immer wieder neue Gesprächskreise und Workshops.“

Dreßing verwahrte sich auch gegen die Annahme, mit der Studie sei dem Verlangen nach „Aufarbeitung“ Genüge getan. „Unsere Missbrauchsstudie ist keine Aufarbeitung, sondern sollte der Auftakt für weitere Studien sein“, so der Leiter des Bereichs Forensische Psychiatrie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

„Eine überregionale Untersuchung, die von einer interdisziplinär besetzten Kommission durchgeführt wird und in der Betroffene, Wissenschaftler, Vertreter der Kirche und der Zivilgesellschaft vertreten wären, wäre der Schritt, mit dem eine Aufarbeitung beginnen könnte“, sagte Dreßing weiter. Sinnvoll wäre auch eine nationale Dunkelfeldstudie mit einer großen repräsentativen Stichprobe.

19.05.2019 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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