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Philipp Lahm Deutsche Nationalmannschaft

© Pressefoto Ulmer, über dts Nachrichtenagentur

01.10.2013

Lahm Sammer sollte Kritik intern äußern

Öffentlich geäußerte Kritik käme bei den Spielern oft gar nicht an.

München – Philipp Lahm, Kapitän des FC Bayern München und der Deutschen Nationalmannschaft, kritisiert den Führungsstil seines Sportdirektors Matthias Sammer. Wenn ein Verantwortlicher das Gefühl habe, die Mannschaft kritisieren zu müssen, „dann soll der das doch bitte intern machen“, so Lahm in der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Wenn sich jemand trotzdem für die öffentliche Wutrede entscheide, so Lahm, dann müssten Einsatz und Art sehr gut überlegt sein: „Es dauert, bis man ein Gefühl dafür entwickelt, wann der richtige Zeitpunkt für diese Form gekommen ist und in welchem Ton man das macht. Im Moment der Kritik muss man die Emotionen zurückhalten können. Wenn der Chef zu emotional ist, dann verliert der irgendwann. Dann ist er nicht mehr so glaubwürdig“, sagte Lahm.

Matthias Sammer hatte nach dem 2:0-Sieg der Bayern gegen Hannover 96 vor laufender Kamera die eigene Mannschaft beschimpft, sie spiele zu „lethargisch“, mache „Dienst nach Vorschrift“ und müsse raus aus „einer gewissen Komfortzone“.

Öffentlich geäußerte Kritik käme bei den Spielern oft gar nicht an, so Lahm dazu: „Für uns Athleten spielt das, was die Verantwortlichen in der Öffentlichkeit sagen, nicht die ganz große Rolle.“

Für sie sei wichtiger, wie die Führungsfigur nach innen agiere. Lahm formulierte seine Vorstellung von moderner Führung dabei so: „Ein guter Trainer und Kapitän moderiert, er diktiert nicht. Schon gar nicht mithilfe der Öffentlichkeit.“

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