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Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle

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19.09.2015

"Keine Frage der Religion" Caritas lehnt bevorzugte Aufnahme christlicher Flüchtlinge ab

„Das war nie die Haltung unserer Kirche und nie die der Caritas.“

Berlin – Die Caritas hat sich gegen die bevorzugte Aufnahme christlicher Flüchtlinge in Deutschland gewandt. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) sagte Peter Neher, Präsident des katholischen Wohlfahrtsverbandes: „Das war nie die Haltung unserer Kirche und nie die der Caritas.“

In Deutschland müssten Menschen aufgenommen werden, die verfolgt würden und um Leib und Leben fürchteten – „das ist keine Frage der Religion.“ Zwar würden im Mittleren und Nahen Osten gerade die Christen besonders intensiv verfolgt, weshalb sie in Deutschland Schutz finden müssten. Das Kriterium für die Aufnahme sei aber das Maß der Verfolgung und der Leiden, nicht die Religion.

Die Caritas gehört zu den größten Wohlfahrtsverbänden in Deutschland. Nach eigenen Angaben arbeiten rund 590.000 Menschen in den Diensten, die der Caritas bundesweit angeschlossen sind. Sie werden von etwa einer halben Million Ehrenamtlichen und Freiwilligen unterstützt.

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