Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Sport - newsburger.de

Bus von Borussia Dortmund

© über dts Nachrichtenagentur

16.05.2017

Bericht Ermittler verfolgen nach BVB-Anschlag Spur ins Ausland

Sergej W. ist wenige Wochen vor dem Attentat nach Belgien gefahren.

Dortmund – Im Fall des Anschlags auf den BVB-Mannschaftsbus in Dortmund am 11. April verfolgen die Ermittler offenbar eine Spur ins Ausland. Der mutmaßliche Attentäter Sergej W. könnte Teile der verwendeten Sprengsätze in Belgien beschafft haben, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Laut Zeitung hat das Bundeskriminalamt (BKA) herausgefunden, dass der tatverdächtige 28-jährige Sergej W. wenige Wochen vor dem Attentat mit einem gemieteten Auto nach Belgien gefahren ist. Das Mobiltelefon von W. war demnach dort in einer Funkzelle unweit eines Baumarktes eingeloggt. Die Ermittler der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) „Pott“ gehen daher der Frage nach, ob der Deutschrusse dort eventuell Teile der späteren Sprengsätze erworben hat.

Vom 7. bis zum 11. März hatte Sergej W. ein Fahrzeug gemietet, mit dem er nach bisherigem Ermittlungsstand rund 1.300 Kilometer gefahren sein soll. Die Fahrten führten offenbar vom Rottenburg am Neckar, dem Wohnort des Tatverdächtigen, nach Dortmund, weiter nach Belgien und wieder zurück.

In dem Mietwagen fanden die BKA-Ermittler nach Informationen der Zeitung Spuren von grüner Farbe. Die drei Sprengsätze, die neben dem BVB-Bus in Dortmund explodierten, waren – wohl zur Tarnung – mit grüner Farbe angemalt.

Im Zeitraum des Bombenanschlags auf den BVB-Mannschaftsbus hatte Sergej W. erneut ein Auto gemietet. Auch mit diesem Fahrzeug hatte W. laut „Welt“ größere Strecken zurückgelegt, darunter auch die Hin- und Rückfahrt zum späteren Tatort am Hotel „l`Arrivée“ in Dortmund.

In der Wohnung von Sergej W. hatte das BKA einen Notizblock mit handschriftlichen Aufzeichnungen in russischer und deutscher Sprache zu Anschlagsplanungen und den verwendeten Zündern gefunden. Es soll sich dabei unter anderem um Notizen über die „Frequenz“ einer Fernsteuerung handeln.

Am 11. April waren drei Bomben neben dem BVB-Mannschaftsbus in Dortmund explodiert. Mehrere Scheiben gingen zu Bruch, ein Spieler wurde durch Splitter verletzt. Die Sprengsätze, die mit Metallstiften präpariert waren, wurden offenbar mit einer Fernbedienung gezündet.

Der Tatverdächtige soll den Anschlags laut Bundesanwaltschaft aus Habgier begangen haben. Der gelernte Elektrotechniker spekulierte offenbar darauf, mit dem Attentat die Aktie des BVB zum Absturz zu bringen. Darauf hatte Sergej W. mit Optionsscheinen gewettet.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/bericht-ermittler-verfolgen-nach-bvb-anschlag-spur-ins-ausland-96862.html

Weitere Nachrichten

Fans von Eintracht Frankfurt

© über dts Nachrichtenagentur

Eintracht Frankfurt Marco Russ träumt nach Krebserkrankung vom DFB-Pokalsieg

Marco Russ, Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt, fiebert dem DFB-Pokalfinale am kommenden Samstag entgegen, in dem er mit seiner Mannschaft gegen ...

Thomas Tuchel

© über dts Nachrichtenagentur

1. Bundesliga Ballack hat kein Verständnis für Zerwürfnis beim BVB

Michael Ballack hat Unverständnis über das Zerwürfnis zwischen der Vereinsführung von Borussia Dortmund und Trainer Thomas Tuchel geäußert: "Ich finde es ...

Regenbogen-Fahne

© über dts Nachrichtenagentur

Fußball Lienen wünscht sich mehr Akzeptanz für homosexuelle Profis

Ewald Lienen, Trainer des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli, wünscht sich mehr Akzeptanz für homosexuelle Fußballprofis. "Wenn sich bei St. Pauli ein ...

Weitere Schlagzeilen