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Bayern schießt sich den Frust von der Seele

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10.03.2012

1. Bundesliga Bayern schießt sich den Frust von der Seele

7:1 gegen desolate Hoffenheimer – Gomez trotzt Kritikern mit Dreierpack – Selbstvertrauen für Basel.

München – Na also, es geht doch: Bayern München hat sich mit einem Schützenfest selbst befreit und Selbstvertrauen für die „Woche der Wahrheit“ getankt. Beim 7:1 (5:0) gegen 1899 Hoffenheim schoss sich der von allem Ärger unter der Woche scheinbar unbeeindruckte Rekordmeister warm für das entscheidende Spiel in der Champions League am Dienstag (20.45 Uhr) gegen den FC Basel und konnte den Druck auf Tabellenführer Borussia Dortmund zumindest ein wenig erhöhen.

Ein Dreierpack von Mario Gomez (5./35./48.), zwei Tore von Arjen Robben (12./29.) sowie Treffer von Toni Kroos (18.) und Franck Ribery (58.) machten den frühlingshaften Nachmittag für 69.000 Zuschauer in der Münchner Arena zu einer Fußballparty – zumal Bastian Schweinsteiger in der 61. nach vierwöchiger Verletzungspause zurückkehrte.

Die desolat auftretenden Hoffenheimer hatten nicht den Hauch einer Chance, den befreiten Bayern etwas entgegen zu setzen. Die Mannschaft von Jupp Heynckes präsentierte sich als Einheit, mit furchterregender Konsequenz. Durch die erste Niederlage für Markus Babbel auf der Hoffenheimer Trainerbank verlieren die Kraichgauer die Europapokal-Plätze immer weiter aus den Augen.

Offensive total

Heynckes ließ schon in der Aufstellung die unbedingt offensive Ausrichtung erkennen. Kroos rückte zurück auf die Sechs hinter das Star-Trio Robben, Thomas Müller und Ribery, das die Hoffenheimer durch geschickte Positionswechsel verwirrte. Robben fühlte sich sichtlich wohl mit Kapitän Philipp Lahm im Rücken, der den grippekranken Rafinha auf der rechten Abwehrseite ersetzte und in seinem 250. Bundesliga-Spiel eine der besten Partien der Saison absolvierte. David Alaba übernahm Lahms Posten auf links.

„Wir können den Bann brechen – aber nur mit Konsequenz, Leidenschaft und Willen“, hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Programmheft geschrieben – die Spieler hatten es sich zu Herzen genommen. Nach zehn Sekunden hatte Ribery bereits die erste Chance. Babbels Mannschaft kam in jedem Zweikampf einen Schritt zu spät und wurde auch schnell bestraft.

Gomez erlöst Bayern – und sich selbst

Ausgerechnet der kriselnde Torjäger Mario Gomez erlöste in der Anfangsphase nicht nur die Bayern, sondern auch sich selbst. Den Angriff zum 1:0 leitete der Nationalspieler selbst mit einem langen Pass auf Müller ein, der an Keeper Tom Starke scheiterte. Den abgetropften Ball drosch Gomez, zuvor vier Spiele ohne Erfolg, in die Maschen (5.). Sechs Minuten später verwandelte Robben nach einem Foul von Marvin Compper an Lahm einen Foulelfmeter zum 2:0 (12.) – und der „Kas war g’bissen“, wie man in Bayern sagt.

Satt waren die Münchner aber noch lange nicht. Kroos versuchte es freistehend aus 22 Metern mit einem Sonntagsschuss, der saß. 3:0 nach 19 Minuten – Babbel erlebte ein Deja Vu: Als Coach von Hertha BSC hatte er in der Hinrunde nach einer Viertelstunde bereits genauso deutlich zurückgelegen. Robben (29.) und Gomez (35.) erhöhten jeweils nach Vorarbeit von Ribery auf 5:0 zur Pause. So deutlich hatten die Bayern in dieser Saison noch keinen Gast in die Kabine geschickt.

Keine 120 Sekunden nach dem Seitenwechsel ging das Schützenfest durch Gomez (48.) weiter. Für den Stürmer war es der 10. Liga-Dreierpack im Bayern-Trikot. Auch Ribery (58.) kam nach drei Assists noch zu seinem Treffer. Trotz Chancen im Minutentakt blieb Bayern bei sieben Toren – in der 85. Minute schenkte Gustavo mit einem Eigentor den Hoffenheimern sogar noch den Ehrentreffer.

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