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Babbel feiert ersten Sieg mit Hoffenheim

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25.02.2012

1. Bundesliga Babbel feiert ersten Sieg mit Hoffenheim

Schipplock stellt Sieg sicher – Rückkehrer Helmes trifft per Elfmeter zum 1:1.

Wolfsburg – Es hätte der Aufreger des Spiels werden können. Sven Schipplock köpfte zehn Minuten vor dem Ende aufs Tor, Diego Benaglio im Tor der Wolfsburger parierte den Ball erst hinter der Linie. „Wenn das hier 1:1 ausgegangen wäre, wäre ich mit so einem Hals hier rausgegangen“, sagte Schipplock. Fußball ist kein Spiel der Konjunktive, so sagt man. Und dass die Beteiligten nach Schlusspfiff relativ emotionslos über diese Szene sprachen, lag an Schipplock selbst. Der junge Hoffenheimer Stürmer schloss fünf Minuten vor dem Ende einen Konter zum 2:1 (1:0) mustergültig ab und sicherte damit seinem neuen Trainer Markus Babbel den ersten Sieg im dritten Spiel. „So bin ich der Glücklichste“, ergänzte der 23-Jährige.

Schipplock war erst 20 Minuten vor Abpfiff eingewechselt worden. „Der Trainer hat gesagt, ich soll reingehen und einen reinhauen. Das habe ich gemacht, habe sogar zwei reingehauen“, sagte Schipplock und kommentierte die strittige Szene kurz vor Schluss erneut.

„In Bremen haben wir schon sehr gute Möglichkeiten gehabt. Heute haben wir das 2:1 Gott sei Dank noch gemacht. Trotzdem müssen wir kaltschnäuziger werden“, sagte Babbel trotz des ersten Sieges unter seiner Regie mit Kritik in der Stimme. Der Sieg der TSG war dennoch hoch verdient, der VfL Wolfsburg muss nach der vierten Rückrundenniederlage seine zarten Hoffnungen auf das Erreichen eines Europa-League-Platzes vorerst begraben.

Magath setzt überraschend auf Helmes

VfL-Coach Felix Magath hatte erwartungsgemäß auf die desolate Vorstellung seiner Truppe bei der jüngsten 0:4-Niederlage gegen Schalke reagiert und in Ibrahim Sissoko, Josue, Ashkan Dejagah sowie überraschend Patrick Helmes gleich vier neue Spieler in die Startelf beordert.

Vom Schock des frühen Rückstandes durch Firminho nach 86 Sekunden erholten sich die Wolfsburger in ihrem 250. Bundesliga-Heimspiel aber lange nicht. Hoffenheim hatte in der 18. Minute durch Firminho die große Chance zum 0:2, doch der Brasilianer schoss freistehend aus naher Distanz über das Tor.

Wolfsburg im Spielaufbau schwach

Den Gastgebern fehlte es vor allem an Kreativität beim Spielaufbau. Das Mittelfeld wurde zumeist mit langen Bällen einfach überspielt, der gut beginnende Helmes und Dejagah bekamen kaum verwertbare Bälle in die Spitze geliefert. Als die Zuschauer nach 20 Minuten schon nach Kräften pfiffen und die wenigen mitgereisten Hoffenheim-Fans ihre insgesamt sechs blau-weißen Fähnchen schwenkten, kam der VfL dennoch besser ins Spiel, weil die auch nicht vor Selbstvertrauen strotzenden Hoffenheimer nun ihre Angriffsbemühungen nahezu komplett einstellten. Mehr als zwei halbgare Schusschancen durch Dejagah (22.) sowie Petr Jiracek (31.) aber waren nicht zu registrieren, was die Wolfsburger Fans schon vor der Pause mit höhnischen Gesängen („So ein Tag, so wunderschön wie heute“) quittierten, was Stürmer Helmes kritisierte: „Es wäre sinnvoller, uns zu unterstützen.“

Magath reagierte auf die insgesamt desolate erste Halbzeit mit der Hereinnahme von Stürmer Sebastian Polter. Dafür rückte Dejagah auf seinen zuvor von Sissoko gruselig schlecht besetzten angestammten Posten in der rechten Offensive. Die Gelegenheit zum Tor aber hatte auf der Gegenseite Fabian Johnson, aber Benaglio rettete mit Fußabwehr (63.). Hoffenheim hatte insgesamt die klareren Chancen, doch das Tor fiel auf der Gegenseite, als Beck im Strafraum Marcel Schäfer foulte. Helmes blieb vom Elfmeterpunkt cool und traf zum Ausgleich. In der Schlussphase geschah die besagte Szene mit Schipplock, der schon in der 80. Minute den Führungstreffer hätten erzielen müssen, es dann fünf Minuten später umso überzeugender tat.

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