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Asamoah und Mintal: Zwei Welten

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15.02.2012

2. Bundesliga Asamoah und Mintal: Zwei Welten

Sie sind die Stars der 2. Liga – Gegensätzlicher könnte die sportliche Situation aber nicht sein.

Leipzig – Sie sind die Attraktionen der zweiten Liga, waren viele Monate nur Zuschauer – und doch trennen Gerald Asamoah und Marek Mintal momentan Welten. Während der frühere deutsche Nationalspieler Asamoah mit Greuther Fürth an die Tür zur Fußball-Bundesliga klopft, steht Marek Mintal, den sie einst in Nürnberg respektvoll Phantom nannten, mit Hansa Rostock am Ende der Tabelle.

Die beiden Stars eint nicht nur ihre erfolgreiche Vergangenheit, sondern auch der Stellenwert in der Mannschaft. “Dass ein Fußballer so eine Ausstrahlung hat, das sieht man nicht so oft”, sagt Asamoahs Teamkollege Mergim Mavraj. Dabei ist der WM-Teilnehmer von 2002 und 2006 erst seit ein paar Wochen bei den Franken und stand zuvor ein halbes Jahr arbeitslos auf dem Abstellgleis.

Fürth warb in der Winterpause heftig um den Ex-Schalker, der zuletzt an den FC St. Pauli ausgeliehen war und im Sommer keinen neuen Vertrag erhalten hatte. Lange stand ein Wechsel in die USA zur Diskussion, doch die Franken überzeugten Asamoah schließlich mit ihrer familiären Atmosphäre.

Als Dankeschön gab es in seinem ersten Spiel von Beginn an zwei Tore. “Ich will aufsteigen. Das ist mein Kick”, sagt Asamoah. Jahrelang hatte er mit Schalke vergeblich um die Deutsche Meisterschaft gekämpft. Die Schale der zweiten Liga wäre da im Herbst seiner Karriere vermutlich wenigstens ein kleiner Trost.

“Lebensgefährlich für den Gegner”

Marek Mintal und Hansa Rostock sind von einem direkten Aufstiegsrang derzeit 16 Plätze in der Tabelle entfernt. Der schweigsame Slowake traf im letzten Spiel ebenfalls doppelt und hauchte Hansa damit wieder neues Leben ein. “Er ist keiner, der vorneweg geht. Er hilft mit Toren, aber nicht verbal”, sagt Rostocks Trainer Wolfgang Wolf und fügt hinzu: “Er ist lebensgefährlich für die Gegner.”

Aus seinem ersten Doppelpack nach 33 Monaten wollte Mintal dann auch keine große Geschichte machen. Er sagte das, was man als Fußballer in diesen Momenten eben so sagt: “Der Sieg ist wichtig für uns Spieler, für den Verein und die Fans.”

Mintals Stammplatz-Garantie

Mehr Enthusiasmus wäre angebracht. Denn die beiden Treffer markierten womöglich das endgültige Ende seiner Leidenszeit. Ähnlich wie Asamoah verbrachte der einstige Torschützenkönig der Bundesliga einige Monate als Tribünengast. Der 34-Jährige hatte zwar einen Arbeitsvertrag in der Tasche, doch sein Körper streikte. Elf Spiele verpasste Mintal in Folge einer eigentlich harmlosen Prellung.

Mittlerweile ist der Slowake im Rhythmus und soll Hansa zum Klassenerhalt schießen. Das nötige Vertrauen in ihn hat man bei Hansa. Trainer Wolf stellte ihm sogar eine Stammplatz-Garantie aus: “Er ist für mich gesetzt. Er wird immer wieder da sein und die Dinger reinmachen.”

Hält Hansa die Klasse dank seiner Tore, wird Mintal im Verein wohl einen ähnlichen Status wie Stefan Beinlich, Joachim Streich oder Juri Schlünz erreichen. Und Asamoah? Führt er die “Unaufsteigbaren” tatsächlich in die Bundesliga, wird ihn das in Fürth wohl unsterblich machen.

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