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Vielerorts sind die Jecken schon los

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10.02.2013

Karneval Vielerorts sind die Jecken schon los

Frankfurter Rathaus in der Hand der Narren.

Berlin – Vor den großen traditionellen Karnevalsumzügen an Rosenmontag hat schon am Wochenende vielerorts das närrische Treiben auf den Straßen begonnen. Zum sogenannten Kö-Treiben auf der Düsseldorfer Königsallee kamen am Sonntag Zehntausende Narren und feierten in bunten Kostümen und mit zum Teil kleinen selbst gebauten Karnevalsbollerwagen. In Köln setzten sich um 11.11 Uhr die „Schull- un Veedelszög“ in Bewegung. Die rund 8.000 bunt kostümierten Teilnehmer hatten einen 7,5 Kilometer langen Weg durch die Stadt vor sich. 53 Schulen beteiligten sich an den Umzügen.

In Mannheim wurden zum gemeinsamen Fasnachtszug der Städte Mannheim und Ludwigshafen rund 300.000 Besucher erwartet. Der Zug bestand aus mehr als 50 Motiv- und Fasnachtswagen. Etwa 2.500 Narren bildeten das Fußvolk. Der Fastnachtsumzug findet jährlich im Wechsel in Mannheim und Ludwigshafen statt. In diesem Jahr stand die Traditionsveranstaltung unter dem Motto „Ob hiwwe – ob driwwe, wie es auch sei, ein jeder liebt des Monnemer Dreierlei!“.

Mit rund 3.000 Narren aus drei Bundesländern startete am Sonntagmittag in Cottbus der 22. „Zug der fröhlichen Leute“. An dem nach Veranstalterangaben größten ostdeutschen Karnevalsumzug durch die Innenstadt nahmen 165 närrische Vereine und Gruppen mit 90 bunt geschmückten Festwagen sowie sechs Kapellen, acht Kutschen und 18 Pferden teil. An der vier Kilometer langen Umzugsstrecke wurden etwa 80.000 Schaulustige erwartet.

Frankfurter Rathaus seit Samstag in der Hand der Narren

Schon am Samstag hatten Tausende Jecken bei zahlreichen Umzügen im Rheinland ausgelassen gefeiert. Dabei blieb es weitgehend friedlich und ohne größere Zwischenfälle, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Lediglich im Kölner Vorort Brauweiler wurde ein zehnjähriges Mädchen schwer verletzt, als es zwischen einem Gartenzaun und einem Karnevalswagen eingeklemmt wurde.

Das Frankfurter Rathaus ist seit Samstagnachmittag in der Hand der Narren. Der von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nicht mit letztem Einsatz verteidigte Römer fiel um 15.11 in die Hand bunter Sturmtruppen von Karnevalsvereinen der Stadt. Zuvor hatte das Frankfurter Prinzenpaar Thomas I. und Sabine II. pompös auf dem Römerberg Einzug gehalten. Rund 200 Schaulustige verfolgten am Gerechtigkeitsbrunnen vor dem Rathaus die kurze Verhandlung des Narrengerichts. Feldmann wurde verurteilt, den Schlüssel zum Römer bis Aschermittwoch dem Prinzenpaar zu überlassen.

Beim größten Umzug kostümierter Kinder und Jugendliche in Europa trotzten am Samstag in Mainz mehrere zehntausend Menschen der Kälte. Nach Angaben von Polizei und Veranstaltern säumten rund 50.000 Zuschauer die Straßen der Innenstadt. An dem farbenprächtigen Fastnachtsumzug nahmen rund 3.500 verkleidete Kinder und Jugendliche samt Musikkapellen und Schwellköppen teil. Um 14.11 Uhr starteten sie zur 56. Auflage des Jugendmaskenzuges auf den rund 1,5 Kilometer langen Weg durch die Innenstadt.

Verletzte nach Schlägereien

Nicht überall verliefen die Feiern friedlich oder unfallfrei. Bei einer Karnevalsveranstaltung in Boppard in Rheinland-Pfalz wurden mehrere Menschen bei Schlägereien verletzt. Nach dem Karnevalsumzug im Ortsteil Bad Salzig kam es am Samstagabend zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern im Alter von 17 und 42 Jahren, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 42-Jährige wurde dabei so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus kam.

Bei einer weiteren Schlägerei erlitt ein 16-Jähriger einen doppelten Kieferbruch und musste ebenfalls in einer Klinik behandelt werden. Am späten Abend wurde ein 23 Jahre alter Mann von einer unbekannten Person mit einem Schlagstock auf den Kopf geschlagen und erlitt dabei schwere Verletzungen.

Bei einem Nachtumzug im rheinland-pfälzischen Mettenheim wurde ein 23 Jahre alter Mann durch einen Flaschenwurf verletzt. Die Flasche wurde am Freitag von einem der Festwagen geschleudert, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie landete mitten im Gesicht des jungen Mannes, der eine Schnittwunde erlitt.

Bei einem abendlichen Fastnachtsumzug in Spall in Rheinland-Pfalz wurden ein Mann und sein neunjähriger Sohn verletzt. Der 47 Jahre alte Vater wurde vorsorglich zur Behandlung in die Mainzer Uniklinik gebracht, der Junge mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen, wie ein Sprecher der Polizei in Bad Kreuznach am Sonntag sagte. Die beiden waren am Freitagabend bei dem sogenannten Nachtumzug von einem Motivwagen erfasst worden.

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