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Spielbergs Mann für die Musik

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02.02.2012

John Williams Spielbergs Mann für die Musik

Starkomponist John Williams schrieb unter anderem Musik zu “Der weiße Hai” und “Indiana Jones”.

Frankfurt/Main – Ob die bedrohlich wirkenden Klänge in “Der weiße Hai”, die lebhafte Melodie aus der “Indiana Jones”-Reihe oder die lauten Trompetentöne zu Beginn der “Krieg der Sterne”-Filme – dahinter steckt ein Mann, den Steven Spielberg einen engen Freund nennt: John Williams. Die Zusammenarbeit mit dem gefeierten Hollywood-Regisseur machte Williams zu einem der erfolgreichsten Komponisten der Filmindustrie. Fünf Oscars hat er bereits, insgesamt 47 Mal war Williams für die begehrte Auszeichnung nominiert. Am 8. Februar wird der gebürtige New Yorker 80 Jahre alt.

Vor rund vierzig Jahren begann für Williams und Spielberg eine der lukrativsten Partnerschaften in Hollywood: Für den Film “Sugarland Express” (1974) von Spielberg lieferte Williams die Musik. In der Folge arbeiteten der Regisseur und der Komponist bei fast allen Spielberg-Filmen zusammen. Für drei davon erhielt Williams den Oscar für die beste Filmmusik: “Der weiße Hai” (1975), “ET – Der Außerirdische” (1982) und “Schindlers Liste” (1993).

Im US-Sender TCM schilderte Spielberg anhand einer Szene aus einem der “Indiana Jones”-Filme, wie die Zusammenarbeit mit Williams funktioniere. Wenn Williams das Publikum darauf hinweisen wolle, dass im Film gleich etwas Aufregendes passiere, “sagt die Musik: ‘Okay, jetzt werdet ihr etwas sehen’”, erklärte Spielberg. “Er (Williams) gibt ein Versprechen und es ist meine Aufgabe, es zu halten. Und wenn ich es nicht kann, ist es seine Aufgabe, bessere Musik zu schreiben, als ich angeordnet habe, damit er das Versprechen für mich halten kann.”

John Towner Williams wurde am 8. Februar 1932 in Queens, New York, geboren. Das musikalische Talent hat er offenbar von seinem Vater, der als Jazzschlagzeuger sein Geld verdiente. Mit neun Jahren lernte Williams Klavier spielen. Später, nach dem Militärdienst bei der US-Luftwaffe, nahm er ein Studium an der renommierten Juilliard School in New York auf. Er arbeite in Klubs als Jazzpianist, bevor er sich in Los Angeles nach Aufträgen in der Filmindustrie umsah.

Für mehr als 100 Filme hat Williams die Musik geschrieben. Dabei legt er sich nicht auf ein bestimmtes Genre fest. Der Großteil der Filme, deren Soundtrack auf das Konto von Williams geht, verzeichnete einen großen Erfolg an den Kinokassen. Dazu zählen “Kevin – Allein zu Haus” (1990), “Harry Potter und der Stein der Weisen” (2001) sowie “Krieg der Welten” (2005). Auch die Musik zu den bekannten “Krieg der Sterne”-Filmen von Regisseur George Lucas stammt von Williams. Für die Musik zum ersten Film der Reihe, dessen eingängige Titelmelodie allen fünf nachfolgenden Teilen erhalten blieb, gab es 1978 einen Oscar.

Neben Filmmusik komponierte Williams im Laufe seiner Karriere auch Musikstücke zu Großereignissen wie den Olympischen Winterspiele in Salt Lake City 2002 oder der Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama 2009.

Williams sagte einmal über seine Arbeit: “So viel, von dem was wir tun, ist kurzlebig und schnell vergessen, sogar von uns selbst. Daher ist es erfreulich, wenn etwas, das du gemacht hast, im Gedächtnis der Menschen bleibt.”

In diesem Jahr hat Williams wieder Chancen auf einen Oscar. Er wurde für seine Musik zu den Filmen “Gefährten” (2011) und “Die Abenteuer von Tim und Struppi” (2011) nominiert. Williams nächstes Projekt ist schon in Arbeit – die Musik zum Film “Lincoln” über den früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln, der noch in diesem Jahr in die Kinos kommen soll. Der Regisseur des Films heißt Steven Spielberg.

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