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Corona-Krise Rotes Kreuz befürchtet unhaltbare Situation in Pflegeheimen

Die Coronakrise offenbare einige Defizite.

Berlin – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor unhaltbaren Situationen in Alten- und Pflegeheimen während der Coronakrise.

„Die Situation ist sehr, sehr angespannt. Wenn wir nicht aufpassen, werden die Krankenhäuser in den nächsten Wochen viele Patienten aus Pflegeheimen zur Behandlung gegen das Coronavirus aufnehmen müssen“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

Die Versorgung mit Schutzmaterial bis hin zu Desinfektionsmitteln in den Pflegeheimen und bei den ambulanten Pflegediensten sei „völlig unzureichend“. Hier müsse „schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden“, sagte Hasselfeldt den Funke-Zeitungen. Auch bei den Sanitätern sei das Schutzmaterial knapp, warnte die DRK-Chefin.

In den Heimen hätten es die Mitarbeiter zudem mit einer Risikogruppe von Menschen zu tun, die zum großen Teil dement seien und die man nicht völlig sozial isolieren könne. „Das sind Menschen, die oft Angst bekommen und verstört sind, wenn sie Personen in Schutzausrüstung sehen“, sagte Hasselfeldt.

Die Coronakrise offenbare einige Defizite: „Bei der Produktion von Schutzausrüstung und Medikamenten ist Deutschland zu sehr von anderen Ländern abhängig.“ Die DRK-Präsidentin forderte als Lehre aus der Krise einen Aufbau von bundesweit zehn Materiallagern, in denen Zelte, Decken, Feldbetten, Medikamente und Hygieneartikel für die Versorgung von insgesamt 50.000 Menschen in Krisenfällen gelagert werden sollen.

Im Haushalt für das laufende Jahr habe der Bund knapp 24 Millionen Euro für ein erstes Lager eingeplant. Damit könnten etwa 5.000 Menschen versorgt werden. „Die Coronakrise zeigt, wie dringend notwendig so eine Bundesvorratshaltung ist und dass wir da schneller vorankommen müssen“, sagte die DRK-Chefin.

06.04.2020 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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